Superhirne – zu welchem Preis?

Künstliche Intelligenz hat längst den Alltag erobert. Welche Folgen hat diese Entwicklung? Darüber wird heute in der KulturPunkt-Eulenrunde diskutiert.

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FLAWIL. Wer beim Stichwort «künstliche Intelligenz» an intelligente Roboter in der Zukunft denkt, liegt damit zwar nicht ganz falsch, aber künstliche Intelligenz kleidet sich nur selten in eine menschenähnliche Gestalt. Sie ist mitten unter uns – in Form von oft winzigsten Bauteilen, die milliardenfach vernetzt als riesiges Superhirn agieren und millionenfach die Dinge in unserem Leben regeln.

Der Kluge als Gewinner

Welche Auswirkungen hat das in näherer Zukunft – heute schon? Wie lange werden wir Menschen noch Herrscher über unser Leben sein? Ist es nicht absehbar, dass der Klügere, der Cleverere, jener, der einfach mehr weiss und das Wissen auch in Sekunden abrufen kann, den Vorteil und das Sagen hat?

Sind wir nicht manchmal zu sorglos, wenn uns jemand verspricht, unser Leben leichter zu machen, uns gar das Blaue vom Himmel holt, um uns mit wohlkalkulierten Flötentönen ein noch spannenderes, noch sorgenfreieres Leben zu verkaufen? Zu Tiefstpreisen, versteht sich. Doch welchen Preis zahlen wir wirklich?

Auch zu unserem Nutzen

Andererseits: Sind wir denn intelligent genug, unsere laufend komplexeren Infrastrukturen noch ohne die technische Hilfe von elektronischen Schaltkreisen zu steuern? Haben wir überhaupt noch «hirnmässig» wie personell die Kapazitäten dafür? Tatsache ist, dass ohne diese «intelligenten» Hilfsmittel unsere Zivilisation kaum mehr funktionieren würde.

Geschichte als roter Faden

Als roter Faden führt die Kurzgeschichte «Logik» von Isaac Asimov durch die heutige Eulenrunde im Kulturpunkt. Präsentiert und moderiert wird der Abend von Franz Fischli und Rätus Fischer. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt frei. (pd)