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Summercamp als Marktplatz für ökologische Ideen

Das Ökodorf Sennrüti in Degersheim war Kulisse und Gastgeberin des viertägigen, zweiten GEN-Suisse-Summercamps. GEN – Global Ecovillage Network – forscht an neuen Formen friedlichen Zusammenlebens. GEN-Suisse, dem acht Schweizer Ökodörfer angehören, ist seit 2011 Teil des weltweiten Netzwerks.
Michael Hug
Sie organisierten das Summercamp (v. l.): René Hirschi (Ökodorf Sennrüti), Sara Cortesi (Share the Vision) und Brigitta Spälti (Schloss Glarisegg). (Bild: Michael Hug)

Sie organisierten das Summercamp (v. l.): René Hirschi (Ökodorf Sennrüti), Sara Cortesi (Share the Vision) und Brigitta Spälti (Schloss Glarisegg). (Bild: Michael Hug)

DEGERSHEIM. «GEN» (englisch ausgesprochen) ist ein globales Netzwerk von Institutionen, Gruppen, Personen oder eben Ökodörfern, die an neuen Formen des Zusammenlebens experimentieren und forschen. Zum Netzwerk gehört seit vier Jahren auch GEN-Suisse. Das Ökodorf Sennrüti in Degersheim ist Vollmitglied der Organisation und konnte nun während vier Tagen das zweite GEN-Suisse-Summercamp beherbergen.

Formen des Zusammenlebens

Théo Bondolfi, Vorstandsmitglied der Association Smala in Lausanne: «Alle Gemeinschaften oder Ökodörfer experimentieren mit Formen des Zusammenlebens. Man kann diese Ziele auf verschiedenen Wegen erreichen. GEN ist auch dazu da, sich über diese Erfahrungen auszutauschen.» Es sei auch interessant, so Bondolfi weiter, dass Smala und Sennrüti sehr ähnliche Regeln gefunden haben, obwohl beide lange Zeit nichts voneinander wussten. «Wir haben uns an der europäischen GEN-Konferenz kennengelernt», sagt René Hirschi, Vertreter des Degersheimer Ökodorfs und Co-Organisator des Summercamps.

Positive Gesellschaftswende

Ökodörfer seien nicht die Einzigen, die an neuen Formen des Zusammenlebens forschen, sagt Hirschi: «Das sind zum Beispiel Personen und Gruppen aus Landwirtschaft, Permakultur, Gemeinwohlökonomie, integraler Politik oder Schulen, die im Sinne einer positiven Gesellschaftswende engagiert sind.» GEN-Suisse soll einen Überblick verschaffen über alle diese Bewegungen. Dazu organisiert das Netzwerk jedes Jahr an wechselnden Orten ein Summercamp. Da im Ökodorf Sennrüti optimale Infrastruktur zur Verfügung stehe, fand das Camp diesmal in Degersheim statt. Angesprochen waren gemäss Hirschi alle, die Interesse haben, die an Projekten arbeiten oder in Ökodorf- oder ähnlichen Gemeinschaften engagiert sind.

Markt für ökologische Ideen

«Wir stehen mit GEN-Suisse noch am Anfang», sagte Hirschi. Deshalb sei das Programm während der vier Tage noch recht zufällig. Das Camp sei, gemäss Théo Bondolfi, ein Markt für ökologische Ideen, an dem sich Angebot und Bedürfnis treffen. Es wurden Workshops angeboten, Institutionen vorgestellt (darunter auch die Monterana-Schule Degersheim) oder Referate gehalten. Brigitta Spälti, Co-Organisatorin und Vertreterin der Gemeinschaft Schloss Glarisegg: «Es geht in diesen Workshops und Open Spaces auch darum, nicht nur Informationen zu hören, sondern sich aktiv einzubringen, Erfahrungen und Know-how zu vermitteln.» Gemeinsames Bewegen, Tanzen oder Essen rundeten das Programm ab. Abschliessend Brigitta Spälti: «Wir können die Gesellschaft nicht verändern, wir können nur Bewusstsein schaffen. Ändern muss sich der Einzelne.»

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