Suche nach Standort geht weiter: Die Genossenschaft für Alterswohnungen Wil blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Die Genossenschaft für Alterswohnungen blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Trotz Wegfall von Subventionen und Jubiläumstätigkeiten konnte ein Gewinn erzielt werden.

Dinah Hauser
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Die Alterswohnungen an der Haldenstrasse sind beliebt. (Bild: Dinah Hauser)

Die Alterswohnungen an der Haldenstrasse sind beliebt. (Bild: Dinah Hauser)

Die Genossenschaft für Alterswohnungen Wil (GAW) hat ein ereignisreiches und erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich – trotz Mehraufwand. So wurde das 50-jährige Bestehen gefeiert. Infolge dessen überlegte sich der Verwaltungsrat, was er für die Mietenden tun kann und schenkten jeder Person einen Gutschein für den Mittagstisch im Wert von 50 Franken. «Das Ziel war, dass Mietende soziale Kontakte knüpfen können und ihnen die Vorteile des Mittagstischs aufzuzeigen », sagt Präsident Bruno Gähwiler. Diese Gelegenheiten wurden rege genutzt. «Ich habe einige Dankesbriefe erhalten», sagt Gähwiler. Die Gutscheine sind noch bis Mitte Jahr gültig.

Subventionen sind weggefallen

Gemäss Finanzbericht reduzierten sich die Mieteinnahmen um rund 130000 Franken. Ein Grossteil davon ist begründet im Wegfall von Subventionen aus dem staatlichen Wohneigentumsförderungsprogramm zuhanden der Liegenschaft Bergholzstrasse 16 b/c. Diese Mietzinszuschüsse wurden jeweils den Mietenden weitergegeben. Gähwiler sagt:

«Trotz dem Wegfall der Subventionen muss niemand höhere Mieten bezahlen. Die Differenz übernimmt die Genossenschaft.»

Erst bei Neuvermietungen werden die Mietzinsen angepasst.

Über alle Liegenschaften sind im vergangenen Jahr 23 Neumieter verzeichnet worden. «Bei 200 Wohnungen ist dies im normalen Bereich», sagt Gähwiler. Die durchschnittliche Belegungsdauer der beendeten Mietverhältnisse beträgt 8,7 Jahre, wie aus dem Bericht der Verwaltung hervorgeht. Vor der Neuvermietung der Wohnungen wurden notwendige Unterhaltsarbeiten durchgeführt. Trotz dieser Mehraufwendungen schliesst die Jahresrechnung mit einem Reingewinn von 16730,55 Franken.

Die Alterswohnungen sind beliebt. Am Ende des Jahres seien alle belegt gewesen; die Wartelisten mitunter jedoch lang. Deswegen wollte die GAW mit der Thurvita AG 2017 ein Quartierzentrum in Bronschhofen realisieren. Die Stadt Wil teilte aber 2018 ihre Absage mit. Über die Thurvita wäre jedoch ein Unterbaurecht möglich gewesen; die GAW lehnte diese Lösung aber ab, da zu komplex und von keiner praktischer Bedeutung. Gähwiler sagt:

«Wir können immer noch nicht glauben, dass die Stadt uns kein Baurecht zusprechen wollte.»

«Und das, obwohl die Genossenschaft bereits drei Baurechtsverträge mit der Stadt hat.» So macht sich der Vorstand nun auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück. Dieses soll sich im Zentrum oder im Nordosten Wils befinden und 20 bis 30 Alterswohnungen Platz bieten.

Neue Abwartsleute gefunden

Was sich dieses Jahr wieder gezeigt hat: Die Mieter schätzen die Informationsanlässe im Januar. «Sie ermöglichen einen persönlichen Austausch zwischen den Bewohnern und der Verwaltung», sagt Gähwiler. Auch die Sprechstunden seien rege genutzt worden. Zudem wurden die Abwartsleute Anna und Guido Hug nach 12-jähriger Tätigkeit altershalber verabschiedet. Mit dem Ehepaar Hink konnte eine Nachfolge gefunden werden.

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