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Studierende auf Kostensuche

Studierende der Fachhochschule St. Gallen haben für die Büchler, Reinli + Spitzli AG in Flawil ein Managementkonzept erarbeitet. Dessen Umsetzung erfolgte schrittweise während der Projektphase. Die Beteiligten ziehen eine positive Bilanz.
Andrea Häusler
Sie erarbeiteten das Praxiskonzept «Managementkonzeption» für die Büchler, Reinli + Spitzli AG: Fabian Ritter, Nicolas Gortero, Luca Pieti und Johannes Grob (v. l.). CEO und Eigentümer Andreas Scherrer (3. v. l.) sowie Verwaltungsratspräsident Martin Grob (stehend) begleiten das Projekt. (Bild: Andrea Häusler)

Sie erarbeiteten das Praxiskonzept «Managementkonzeption» für die Büchler, Reinli + Spitzli AG: Fabian Ritter, Nicolas Gortero, Luca Pieti und Johannes Grob (v. l.). CEO und Eigentümer Andreas Scherrer (3. v. l.) sowie Verwaltungsratspräsident Martin Grob (stehend) begleiten das Projekt. (Bild: Andrea Häusler)

FLAWIL. «Ab Juli werden wir ganz anders arbeiten», sagt Andreas Scherrer, Eigentümer und CEO der Büchler, Reinli + Spitzli AG. Und zwar von der Offertanfrage eines Kunden bis hin zur Rechnungsstellung. Scherrer ist begeistert von dem, was das fünfköpfige Team angehender Betriebsökonomen der Fachhochschule St. Gallen konzeptionell erarbeitet und in seinem Unternehmen umgesetzt hat. Das bisher statische, eingefrorene System habe man abgelöst durch dynamische Lösungen, die Rücksicht nehmen auf die permanenten Veränderungen innerhalb des Unternehmens und am Markt.

Kein Papiertiger

Scherrer spricht von einer WinWin-Situation. «Wir wollten unsere Kostenstruktur analysieren, transparenter und effizienter gestalten, während die Fachhochschule St. Gallen gleichzeitig Firmen für die praktische Umsetzung eben solcher Managementkonzepte suchte.» Zentrales Anliegen Scherrers war die enge Zusammenarbeit mit dem Studententeam am Firmenstandort in Flawil. «Die Idee bestand nie darin, ein fixfertiges Konzept zu erwerben, sondern ein auf unser Unternehmen zugeschnittenes Modell, das noch während der Projektphase schrittweise umgesetzt wird.» Dafür habe man alle Firmendaten offengelegt und den Studierenden Zugang zu allen Unternehmensbereichen gewährt.

Erneuertes Rechnungswesen

«Eine aussagekräftige Kostenrechnung ist die Grundlage für die Steuerung und den Erfolg eines Unternehmens», sagt Johannes Grob vom Studententeam. Entsprechend habe man sich durch den Datendschungel und die betriebliche Software der Büchler, Reini + Spitzli AG gearbeitet. «Das Ergebnis ist ein erneuertes, auf die Kundschaft abgestimmtes Rechnungs- und Berichtswesen», resümiert Grob. Bis dahin war es allerdings ein langer Weg, an dessen Anfang die Definition von sieben Handlungsfeldern stand. In jedem Arbeitsgebiet wurde daraufhin die Ist-Situation analysiert und auf der Basis des festgestellten Verbesserungspotenzials ein Sollkonzept erarbeitet.

Konkrete Empfehlungen

«Zusätzlich wurden notwendige Veränderungen in den Geschäftsprozessen, der betrieblichen Software und der Finanzbuchhaltung festgestellt und Handlungsempfehlungen abgegeben», heisst es im Abschlussbericht der Studierenden. «Die vorgeschlagenen Verbesserungen der IT-Lösung wurden in Zusammenarbeit mit dem externen Softwareentwickler direkt implementiert und getestet. Das Projektteam überarbeitete die betriebliche Softwarelösung und integrierte darin verschiedene, bisher unabhängige Hilfsmittel der Betriebsbuchhaltung. Damit wurde die Grundlage geschaffen für verschiedene neu kreierte Auswertungen. Dies sind eine detaillierte Abweichungsanalyse im Rahmen der Nachkalkulation, die gesetzmässige Bewertung der Aufträge in Arbeit, ein neues Management-Cockpit für die Auswertung von operativen und strategischen Kennzahlen sowie die Einführung von rückwirkenden Stichtagen für betriebswirtschaftliche Abfragen. Darüber hinaus integrierte die Projektgruppe ihr Konzept für die Lagerproduktion, -bewirtschaftung und -bewertung in die Software. Weiter wurden die aktuellen Kostensätze analysiert und eine Anleitung zu deren Neuberechnung abgegeben.

Rund 800 Stunden haben die Studenten in ihre Arbeit investiert. Viele davon in Flawil. Denn Andreas Scherrer war der Einbezug der Mitarbeitenden wichtig. «Sie sollen nachvollziehen können, welche Massnahmen – auch zum Schutz ihrer Arbeitsplätze – umgesetzt werden.»

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