Stromsparen beim Schlafen

Kirchberg ist seit Sommer 2013 Energiestadt. Mit gezielten Massnahmen trägt die Gemeinde dazu bei, dass Energie effizient eingespart wird. Dazu gehören das Ersetzen von Strassenlampen und deren frühzeitiges Abschalten.

Beat Lanzendorfer
Merken
Drucken
Teilen
Die «Energiestadt» Kirchberg wird ihrer Vorbildfunktion gerecht und trägt dazu bei, sinnvoll Energie einzusparen. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Die «Energiestadt» Kirchberg wird ihrer Vorbildfunktion gerecht und trägt dazu bei, sinnvoll Energie einzusparen. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

KIRCHBERG. Im Sommer 2013 erlangte die Gemeinde Kirchberg das Label «Energiestadt». Die offizielle Übergabe ging dann im Herbst desselben Jahres im Beisein der Bevölkerung in Gähwil vonstatten. Gezielte Massnahmen, um Strom zu sparen, wurden aber schon vorher in die Wege geleitet. So hat der Kirchberger Gemeinderat im Bewusstsein, das Energiestadt-Label zu erlangen, bereits 2012 beschlossen, die Quecksilberdampflampen (Strassenlampen) durch LED-Lampen zu ersetzen.

Zehn Prozent werden ersetzt

Im ganzen Gemeindegebiet stehen rund 900 Lichtmasten mit dazugehöriger Strassenbeleuchtung. Diese verteilen sich auf Bazenheid (336), Kirchberg (210), Gähwil (88), Wolfikon (45), Dietschwil (37), Müselbach (24), Stelz/Lamperswil (20), Schalkhusen (19) und Husen (17). Der Rest auf die umliegenden Weiler und Gehöfte. Laut Aussage von Max Keller, Leiter des Werkhofes, waren weniger als zehn Prozent mit den energiefressenden Quecksilberdampflampen bestückt. Die überwiegende Mehrheit verfügte bereits jetzt über Natriumdampflampen.

«Das Ersetzen durch LED-Lampen begann man Anfang 2013 und wurde in diesem Jahr fortgesetzt, so dass wir die Arbeiten im neuen Jahr abschliessen können», informiert Max Keller. Mit LED-Lampen wurden auch bereits die neuen Strassenzüge Landweg, Dietschwil sowie die Basiserschliessung Ifang-Eichbüel oder der Abschnitt Wilerstrasse ab Kreisel bis Chrobüelstrasse (beides in Bazenheid) ausgestattet – weitere wie Eichbüelhangstrasse und -weg, Bazenheid, folgen.

Licht geht früher aus

An der Sitzung des Gemeinderates vom 20. November 2012 beauftragte der Gemeinderat überdies die Energiekommission, konkrete Anträge für mehr Energieeffizienz in der öffentlichen Beleuchtung zu unterbreiten. Nach dessen Sitzung am 13. Februar 2013 gelangte der Antrag «Die Strassenbeleuchtung sei abends von Sonntag bis Donnerstag eine Stunde früher zu löschen, das heisst neu um 24 Uhr» an den Gemeinderat. Dieser hiess den Antrag gut, worauf er per 1. Januar 2014 zur Anwendung gelangte. Nun liegen erstmals konkrete Zahlen vor, die Erstaunliches zutage bringen.

Deutlich Strom gespart

Die Stromersparnis im Rechnungsjahr Oktober 2013 bis Oktober 2014 beträgt gegenüber der vorangegangenen Rechnungsperiode in Kirchberg und Gähwil sowie den Aussengehöften 7,5 Prozent, diejenige in Bazenheid 6,1 Prozent. Dies entspricht einem Minderverbrauch von 19 000 Kilowattstunden. Die unterschiedlichen Werte sind damit zu begründen, weil in Bazenheid wegen der vielen Industrie die Lichter morgens bereits wieder um 4 Uhr angehen, während dies in Kirchberg erst um 5.15 Uhr geschieht.

Nach abschliessender Auskunft von Max Keller sind durch diese Massnahmen keine Probleme aufgetreten. Mit dieser Sparmassnahme unterstreicht die Politische Gemeinde ihr Bekenntnis zur Energiestadt und wird zudem ihrer Vorbildfunktion gerecht.

Die Strassenbeleuchtung der Basiserschliessung Ifang-/Eichbüelstrasse in Bazenheid wurde bereits mit neuen LED-Lampen bestückt. (Bild: unknown)

Die Strassenbeleuchtung der Basiserschliessung Ifang-/Eichbüelstrasse in Bazenheid wurde bereits mit neuen LED-Lampen bestückt. (Bild: unknown)