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Strompreise steigen in Wil erneut: Bereits zum dritten Mal in Folge

Die Technischen Betriebe Wil erhöhen die Strompreise per Januar 2020 um durchschnittlich 6,8 Prozent.
Gianni Amstutz
Seit einigen Jahren steigen die Strompreise. Bild: Urs Jaudas

Seit einigen Jahren steigen die Strompreise. Bild: Urs Jaudas

Es wird schon fast zur Gewohnheit. Zu Beginn des meteorologischen Herbsts flattert von der Stadt die Mitteilung ins Haus, das die Strompreise von den Technischen Betrieben Wil (TBW) für das nächste Jahr erhöht werden. Nach 2018 (+2,6 Prozent) und 2019 (+4,6 Prozent) bewegen sich die Preise per Januar 2020 ein drittes Mal nach oben. Dieses Mal sind es gar 6,8 Prozent, um welche die Strompreise auf das nächste Jahr hin steigen.

Als Grund für die erneute Preiserhöhung nennt der zuständige Stadtrat Daniel Meili die gestiegenen Marktpreise für Energie. Der Bedarf nach erneuerbarer Energie steige und damit auch der Preis. Das spüren nun auch die Kunden. Denn in der Preisgestaltung sind die TBW nicht völlig frei. «Wir sind dazu angehalten, die Einkaufspreise weiterzugeben und den Markt nicht zu verfälschen», sagt Meili.

Einzig beim Einkauf der Energie, den die TBW mit mehreren Energieversorgungsunternehmen über die Energieplattform AG abwickele, könnten die TBW Einfluss auf den Preis für die Kunden nehmen – und habe das auch getan. Dank einer effizienten Beschaffungsstrategie hätten die anhaltend steigenden Energiepreise am Markt leicht abgeschwächt werden können, dennoch seien die TBW letztlich nicht um eine Erhöhung der Strompreise herumgekommen.

Mit Solarstrom zu mehr Unabhängigkeit

Zurzeit verfolgen die Stadt und die TBW das Ziel, mehr eigene Quellen für nachhaltige Energie zu erschliessen. Dazu zählen der angestrebte Ausbau der Solarenergie bis 2050 auf 15 Prozent der Gesamtmenge, aber auch das Fernwärmeprojekt Bazenheid.

Solche Projekte seien nicht nur unter einem ökologischen Gesichtspunkt interessant und fördernswert, sondern würden auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen, sagt Meili. «Mit solchen Projekten macht sich die Stadt Wil ein Stück weit unabhängig vom Strommarkt.» Da ein Ende des Trends der steigenden Strompreise derzeit nicht absehbar ist, sei dies extrem erstrebenswert.

Über die Preiserhöhung auf das nächste Jahr hin müssen sich die meisten Wilerinnen und Wiler aber keine allzu grossen Sorgen machen. Wie die Stadt in ihrer Medienmitteilung vorrechnet, macht sie für einen Durchschnittshaushalt rund 3.75 Franken pro Monat bzw. 45 Franken pro Jahr aus. Weiterhin gratis bleibt der Strom an den öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge für alle E-Mobilitätskunden.

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