STROM
Plus 6,5 Prozent: Das sind die Gründe für die höheren Stromkosten

Wer in einer Flawiler Fünfzimmerwohnung zu Hause ist, zahlt nächstes Jahre im Durchschnitt 54 Franken mehr für den Strom. Der Geschäftsführer der Technischen Betriebe Flawil sagte am Donnerstagmittag, warum das so ist.

Felicitas Markoff
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Kundinnen und Kunden der TBF bezahlen bald mehr für ihren Strom.

Kundinnen und Kunden der TBF bezahlen bald mehr für ihren Strom.

Bild: Pius Amrein

«Es gibt schlechte Neuigkeiten: Der Strom wird teurer.» Das sagte Luca Zillig-Klaus, Geschäftsführer der Technischen Betriebe Flawil (TBF) an einem Anlass zur Entwicklung der Energiepreise, der von der Handels- und Industrievereinigung Flawil organisiert wurde.

Wer in Flawil wohnt und sich im Versorgungsgebiet der Technischen Betriebe Flawil (TBF) befindet, muss nächstes Jahr also tiefer in die Tasche greifen. 2022 soll der Strompreis um 6,5 Prozent steigen. Wenn man als Beispiel eine Fünfzimmerwohnung mit Elektroherd, Tumbler und einem Maximalverbrauch von 4500 Kilowattstunden pro Jahr als Beispiel nimmt, sind das jährliche Mehrkosten von rund 54 Franken. Der Geschäftsführer der TBF sagt:

«Im regionalen Vergleich zahlt man in den anderen Gemeinden mehr für den Strom als in Flawil.»

Die Strompreise werden nicht nur kommendes Jahr, sondern auch in etwas fernerer Zukunft eher teurer statt günstiger, prognostiziert Zillig-Klaus. Er geht davon aus, dass die Preise dereinst wieder sinken, kann allerdings noch nicht genau sagen, wann dies der Fall sein wird.

Das Ausland hat Einfluss auf Flawil

Die Strompreise setzen sich aus den drei Komponenten Energie, Netznutzung und Abgaben zusammen. Der grösste Teil der höheren Preise ist laut der Gemeinde Flawil auf den Energieteil zurückzuführen. Das anhaltend hohe Preisniveau am internationalen Energiemarkt dürfte nicht nur im kommenden Jahr, sondern auch in den darauffolgenden Jahren Einfluss auf den Flawiler Strompreis haben. Hinzu kommen die weiteren Einflussfaktoren wie beispielsweise die Herkunftsnachweise und Labels, welche ebenfalls zu steigenden Preisen führen.

Geschäftsführer Luca Zillig-Klaus.

Geschäftsführer Luca Zillig-Klaus.

Bild: Felicitas Markoff

Ein weiterer Grund für den leicht steigenden Strompreis 2022 sind die höheren Kosten der vorgelagerten Netze (Swissgrid, Axpo, SAK). Trotz Effizienzsteigerungen und Kostenoptimierungen der TBF können die höheren Kosten der vorliegenden Netzbetreiber nicht gänzlich kompensiert werden.

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