Strittige Haltestelle wird versetzt

ZÜBERWANGEN. Die Postautohaltestelle «Zentrum» an der Züberwanger Kirchstrasse wird an ihren früheren Standort zurückversetzt. Dies hat der Gemeinderat entschieden. Ein Erfolg für die Petitionäre, die sich gegen die neue Haltestelle gewehrt hatten.

Andrea Häusler
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Der Gemeinderat hat zugunsten der Petitionäre entschieden: Die Haltestelle Kirchstrasse wird reaktiviert. (Bild: Andrea Häusler)

Der Gemeinderat hat zugunsten der Petitionäre entschieden: Die Haltestelle Kirchstrasse wird reaktiviert. (Bild: Andrea Häusler)

Die Würfel sind gefallen. Der Zuzwiler Gemeinderat hat entschieden, die erst nach dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 in Betrieb genommene neue Haltestelle «Zentrum» vor dem Restaurant Bären in Züberwangen wieder aufzuheben und das Postauto dort stoppen zu lassen, wo es immer angehalten hat. Bereits ab dem 1. Oktober können oder müssen die Fahrgäste von und nach Wil wieder auf der Höhe der Überbauung Ebnifeld zu- und aussteigen – bei der alten Haltestelle «Kirchstrasse».

«Erfreut und erleichtert»

Die Bemühungen der knapp 200 Petitionäre, die sich aus Sicherheitsgründen gegen den Standort der neuen Haltestelle «Zentrum» gewehrt hatten, haben gefruchtet. Entsprechend zufrieden ist Doris Hilber, welche die Unterschriftensammlung zusammen mit Werner Hilber vom «Bären» initiiert hatte. «Wir sind erfreut und erleichtert», sagte sie gestern auf Anfrage. «Ausserdem positiv überrascht von der Bereitschaft der Behörden, die Anliegen grosser Teile der Bevölkerung ernst zu nehmen und getroffene Entscheide zu überdenken.»

Stein des Anstosses oder Grund für die Petition war die Zusammenlegung der früheren Züberwanger Postautohaltestellen «Kirchstrasse» und «Post» zur Haltestelle «Zentrum» im Bereich der Kreuzung Kirchstrasse-Dorfstrasse vor dem Restaurant Bären. Die Petitionäre bemängelten, dass hier die Sicherheit der Benützer gefährdet sei, dass sich ältere Menschen unsicher fühlten und die Kinder die Strasse nicht ungehindert überqueren könnten. An dieser Überzeugung änderten auch nichts die Argumente der Fachleute der Abteilung Verkehrstechnik der Kantonspolizei, der PostAuto Schweiz AG sowie des Postautobetreibers, die sich im Frühjahr auf Einladung des Gemeinderats mit den Petitionären und der interessierten Bevölkerung Züberwangens zu einem Informationsaustausch am Ort getroffen hatten.

Subjektives Sicherheitsgefühl

Gemeindepräsident Roland Hardegger ist nach wie vor überzeugt, dass die neue Postautohaltestelle – nicht zuletzt aufgrund ihrer im Wortsinn zentralen Lage – am richtigen Ort plaziert wurde und es für die Verschiebung objektiv keine stichhaltigen Argumente gibt. Der Gemeinderat sei jedoch zum Schluss gekommen, dass im konkreten Fall dem Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ein höheres Gewicht beigemessen werden müsse als der Beurteilung der Fachleute, die am neuen Standort festgehalten hätten, sagte Hardegger.

Fussgängerschutz an der Mauer

Zur Verbesserung der Sicherheit der Fussgänger auf dem schmalen Trottoir entlang der Kirchenmauer werden zudem, auf Empfehlung der Kantonspolizei, versuchsweise sogenannte Poller gesetzt. Diese verhindern, dass Lastwagen beim Kreuzen mit entgegenkommenden Fahrzeugen nicht mehr auf das Trottoir ausweichen können. Die Fussgängersituation in diesem Bereich war an der «Volksversammlung» vom vergangenen Mai ebenfalls thematisiert und kritisiert worden.

Nachteilig wirkt sich aus, dass aufgrund dieser Massnahme auf dem Trottoir kein Winterdienst mehr möglich sein wird. Zumindest kein maschineller. Und was, wenn der nächste Winter schneereicher ausfällt als der vergangene? «Dann müsste man wohl oder übel zur Schneeschaufel greifen», sagt Roland Hardegger.

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