STREITFRAGE: Schulrat bekommt höhere Entschädigung

An der Schulbürgerversammlung der Primarschule Niederwil sorgte einzig die Lohnerhöhung für den Schulrat um gesamthaft 10000 Franken für Diskussionen.

Gianni Amstutz
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Für das Budget 2017 kalkuliert der Schulrat gegenüber der Rechnung 2016 einen Mehraufwand von rund 237000 Franken. Doch weder die höheren Lohnkosten für Zusatzlektionen im Rahmen des Lehrplans 21 noch grössere Ausgaben aufgrund anfallender Sanierungsarbeiten sorgten bei den Schulbürgerinnen und Schulbürgern an der Versammlung vom Dienstag für Diskussionen.

Ein Bürger wollte von der Schulratspräsidentin Maria Rohner wissen, weshalb die Entschädigungen des Schulrats im Vergleich zum Vorjahr um 10000 Franken auf 55000 Franken erhöht wurden. Die Schulratspräsidentin rechtfertigte den Entscheid mit dem hohen Arbeitsaufwand, den der Schulrat betreibe. «Wir arbeiten 200 bis 300 Stunden im Jahr, da halte ich die Erhöhung für gerechtfertigt», sagte sie. Der Bürger gab sich aber mit dieser Antwort nicht zufrieden. «Ich finde es einfach einen zu grossen Schritt, und da bin ich wahrscheinlich nicht der Einzige.» Bei der Abstimmung zeigte sich jedoch, dass die meisten Bürger kein Problem mit der Erhöhung haben. Das Budget 2017 wurde mit einigen wenigen Gegenstimmen genehmigt.

Die Rechnung 2016 der Primarschule Niederwil schloss mit einem Minderaufwand von 230000 Franken. Dieser verteilt sich auf den Personalaufwand, den Sachaufwand sowie die Schulgelder. Die Rechnung wurde von den Schulbürgerinnen und Schulbürgern einstimmig genehmigt. «Wir dürfen mit Stolz behaupten, an unserer Schule eine gute Entwicklung gemacht zu haben», sagte Maria Rohner im Rückblick auf die vergangenen Jahre. Das zeige die Zufriedenheitsanalyse auf, welche die Gemeinde Oberbüren im vergangenen Jahr durchgeführt hat. Bei dieser Analyse konnte sich die Primarschule Niederwil in den meisten Punkten verbessern im Vergleich mit den Umfragewerten von 2012.

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch