STRATEGIE: Wil möchte deutlich mehr Velofahrer

Die Stadt Wil liegt bezüglich der Velonutzung mit einem Anteil von sieben Prozent am Verkehrsvolumen im Schweizer Durchschnitt. Es ist das Ziel des Stadtrates, diesen Wert bis 2025 auf elf Prozent zu erhöhen.

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Dank der Velostrategie sollen in Wil mehr Leute das Velo nutzen als bisher. (Bild: Andrea Stalder)

Dank der Velostrategie sollen in Wil mehr Leute das Velo nutzen als bisher. (Bild: Andrea Stalder)

Fahrrad statt Auto. In Wil soll der Veloverkehrsanteil von heute sieben auf neu elf Prozent im Jahr 2025 erhöht werden. Vor diesem Hintergrund hat der Stadtrat eine Strategie genehmigt. Diese gibt Auskunft darüber, wie die Veloförderung in der Äbtestadt betrieben werden soll, und zeigt die künftigen Routenführungen des Veloverkehrs auf.

Aufgrund der Topographie bieten sich innerhalb der Stadt und Region Wil kürzere oder längere Wege für Velofahrten an. Die Velonutzung liegt aktuell im Bereich des Schweizer Durchschnitts, entspricht jedoch nicht dem anzustrebenden Ziel eines regionalen Zentrums, wie die Stadt Wil in den aktuellen Mitteilungen vermeldet. In der Velo­strategie setzt diese sich das Ziel, bis 2025 den Anteil des Veloverkehrs am Gesamtverkehr auf elf Prozent zu steigern. Durch diese angestrebte Erhöhung können Fahrten mit dem motorisierten Verkehr auf das Velo verlagert werden. Um das Ziel erreichen zu können, soll in Wil ein vollständiges Netz an sicheren Hauptrouten angeboten werden.

Die Velostrategie bildet eine Grundlage für die geplante Ak­tualisierung des Teils Verkehr im kommunalen Richtplan. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Infrastruktur und deren Wirkung gelegt. Im Rahmen des Agglomerationsprogramms können derzeit Infrastrukturprojekte im Bereich Fuss- und Veloverkehr von Bund und Kanton mitfinanziert werden. Der Zeitpunkt für Netzausbauten, wie sie die Velostra­tegie Wil vorsieht, sei günstig, schreibt die Stadt.

Die Bedürfnisse von Velofahrenden seien so verschieden wie ihre Velos. Kinder sowie Seniorinnen und Senioren wiesen ein höheres Schutzbedürfnis und bisher auch eine höhere Unfallrate auf als andere Nutzendengruppen. Aus diesem Grund, so die Stadt weiter, wurde das Velonetz in der Velostrategie zielgruppenorientiert ausgearbeitet. Das Strategiepapier sieht vier Verbindungstypen vor und definiert die entsprechenden Massnahmen dafür.

Die Velostrategie der Stadt Wil wurde durch das Departement Bau, Umwelt und Verkehr mit Unterstützung des privaten Planungsbüros ASA AG aus ­Rapperswil-Jona erarbeitet. Anschliessend erfolgte ein erster angeregter Austausch mit Pro Velo, dem Interessensverband der Velofahrenden in Wil. Im Februar 2016 hat der Stadtrat die Strategie ein erstes Mal beraten. Anschliessend wurde das Dokument in der Bau- und Verkehrskommission diskutiert und zudem Pro Velo zur Stellung­nahme vorgelegt. Das Dokument wurde noch einmal angepasst und an der Sitzung vom 14. Dezember definitiv durch den Stadtrat verabschiedet. (sk)