Strafanzeige gegen Abfallsünder

JONSCHWIL. In der Gemeinde Jonschwil wird nicht nur Kehricht illegal entsorgt, sondern auch Gartenabfälle. Die Übeltäter deponieren ihren Güsel an Strassenrändern, im Wald und in Kiesgruben. Erwischt werden nur die wenigsten.

Urs Bänziger
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Kürzlich musste die Bauverwaltung Jonschwil illegal entsorgte Gartenabfälle in der Kiesgrube Hori wegräumen. (Bild: pd)

Kürzlich musste die Bauverwaltung Jonschwil illegal entsorgte Gartenabfälle in der Kiesgrube Hori wegräumen. (Bild: pd)

Immer wieder bekommt die Bauverwaltung der Gemeinde Jonschwil aus der Bevölkerung Meldungen über illegal entsorgten Abfall. «In Wäldern, Kiesgruben und auch an Bachufern wird Abfall aus Privathaushalten deponiert», sagt Bauverwalter Felix Ambühler. Neben Kehricht werden auch Gartenabfälle auf öffentlichem Grund entsorgt.

Gefahr der Verschleppung

«Erst kürzlich mussten die Mitarbeiter des Werkhofs eine grössere Menge von Gartenabfall in der Kiesgrube Hori wegräumen», erzählt Ambühler. Das verstosse ebenso gegen das Gesetz wie das Ablagern von Hauskehricht. «Bei Ablagerungen von Gartenabfällen besteht die Gefahr der Verschleppung von Neophyten, die geschützte Amphibienarten akut gefährden können», betont der Bauverwalter.

Deshalb meldet die Gemeinde das wilde Deponieren von Abfällen jeweils der Polizei und erstattet Strafanzeige. Mit mässigem Erfolg. «Für die Polizei ist das illegale Deponieren von Abfall ein Bagatellfall, den sie in der Regel nicht weiterverfolgt. Für unser Bauamt ist das Ganze jedoch mit Umtrieben verbunden», sagt Ambühler. Wird aber ein Abfallsünder erwischt, so muss er unter Umständen tief in die Taschen greifen.

Oft Wiederholungstäter

Die Höhe der Verfahrenskosten sowie der Busse hängt von der Menge und Art des illegal entsorgten Abfalls ab. Oft seien es Wiederholungstäter, sagt Ambühler. Einen solchen vermutet er auch hinter den Säcken, welche das Bauamt immer wieder entlang der Strasse zwischen Wil und Oberuzwil zusammenlesen müssen. «Wenn auch die Bevölkerung ein wachsames Auge hat, werden wir den Übeltäter irgendwann erwischen.»