Stimmvolk redet mit

In Degersheim war eines von vornherein klar: Im Gemeinderat werden die Karten neu gemischt. Nur zwei Bisherige traten wieder an. Das Stimmvolk war bei der Wahl ihrer Räte nicht passiv.

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In Degersheim war eines von vornherein klar: Im Gemeinderat werden die Karten neu gemischt. Nur zwei Bisherige traten wieder an. Das Stimmvolk war bei der Wahl ihrer Räte nicht passiv. Die Stimmbeteiligung lag bei der Wahl des Gemeinderates bei 49,90 Prozent, bei der Wahl der Gemeindepräsidentin bei 49,82 Prozent, bei den Schulräten und deren Präsidentin nur zwei, drei Prozentpunkte darunter. Vor vier Jahren waren es nur 35,62 Prozent beim Gemeinderat und 34,22 Prozent beim Gemeindepräsidenten. Die hohe Stimmbeteiligung zeigt, dass die Degersheimerinnen und Degersheimer Anteil an der kommunalen Politik nehmen. Und das ist gut so. Dass die Gemeindepräsidentin Monika Scherrer im Amt bestätigt wurde, war keine Überraschung, wurde sie doch erst im Februar dieses Jahres als Gemeindepräsidentin gewählt. Die beiden Bisherigen Markus Hagmann und Gottfried Jud sowie die zwei parteilosen Aldo Senn und Markus Gehrig schafften es auf Anhieb im ersten Wahlgang, wenn es auch für Senn mit zwei Stimmen über dem absoluten Mehr sehr knapp ausging. Der fünfte Gemeinderatssitz bleibt vakant. Der zweite Wahlgang findet am 25. November statt. Eine solch hohe Stimmbeteiligung wäre wieder wünschenswert.

Melanie Graf

melanie.graf@wilerzeitung.ch