Stille Wahl der Kreisrichter in Wil: Gerichtspräsident Stefan Haltinner und die hauptamtlichen Richter bleiben eine weitere Periode im Amt

Im Kreis Wil entfällt die Wahl um die Kreisrichter für die Amtsperiode 2021 bis 2027. Wie der Kanton mitteilt, bewerben sich gleich viele Personen wie es Sitze hat. Somit werden der Gerichtspräsident, die acht hauptamtlichen und die elf nebenamtlichen Richter in stiller Wahl gewählt.

Sabine Camedda
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Kaum personelle Veränderungen: Im Kreis Wil beschäftigen sich dieselben Kreisrichter mit den Gesetzen wie in der vergangenen Amtsperiode.

Kaum personelle Veränderungen: Im Kreis Wil beschäftigen sich dieselben Kreisrichter mit den Gesetzen wie in der vergangenen Amtsperiode.

Bild: Hanspeter Schiess

Anders als auf nationaler Ebene schlagen die Richterwahlen im Gerichtskreis Wil keine grossen Wellen. Innerhalb der angesetzten Frist haben die Parteien gleich viele Kandidaten als haupt- und nebenamtliche Richter vorgeschlagen wie es freie Sitze gibt. Somit werden diese in stiller Wahl gewählt. Der auf den 29. November angesetzte Urnengang findet nicht statt.

Bei den hauptamtlichen Richtern gibt es für die Amtsdauer von 2021 bis 2027 keine personellen Veränderungen gegenüber der laufenden Periode. Die bisherigen Wolfgang Egli (Flawil, parteilos), Bettina Erhard (Oberuzwil, FDP), Dagmar Jöhl Wyss (Oberuzwil, SP), André Müller (Züberwangen, SVP), Thomas Näf (Flawil, CVP), Stefan Schärli (Flawil, parteilos), Dominik Weiss (Bronschhofen, CVP) und Daniel Weniger (Flawil, parteilos) behalten ihre Sitze für eine weitere Amtszeit.

Bereits Ende August hat die Staatskanzlei des Kantons St.Gallen festgestellt, dass auch bei der Wahl des Präsidiums des Kreisgerichts Wil eine stille Wahl zustande kommt. Einziger Kandidat ist der Flawiler Stefan Haltinner (parteilos), der sein Amt weiterführen wird.

Zehn bisherige und eine neue Richterin im Nebenamt

Bei den nebenamtlichen Richtern kommt es zu wenigen personellen Veränderungen. Zehn der bisherigen Amtsträger treten wieder an. Dazu kommt eine neue nebenamtliche Richterin. Alle sind ebenfalls zur stillen Wahl vorgeschlagen

Beatrice Dintheer (Niederuzwil, bisher) und Nicole Flepp-Schildknecht (Schwarzenbach, bisher) werden von der SP als Richterinnen vorgeschlagen. Die CVP hat Monika Hess (Oberbüren, bisher) und Eliane Keller-Hollenstein (Oberuzwil, bisher) nominiert.

Die SVP delegiert Doris Manser (Flawil, bisher), Bruno Näf (Jonschwil, bisher) und Roland Schraner (Zuzwil, bisher) für eine weitere Amtszeit ans Gericht. Weiter stellen sich Maja Näf (Bichwil, bisher) von den Grünen sowie der parteilose Thomas Wallner (Sonnental, bisher) zur Wahl.

Für die FDP wird Jörg Gabriel (Flawil, bisher) einen Richterposten einnehmen. Dieselbe Partei stellt auch die neue nebenamtliche Richterin. Es ist Mirjam Hochreutener aus Uzwil.

Kurze Frist für eine Einsprache

Die Staatskanzlei hat am 21. September über das Zustandekommen der stillen Wahl bei der Bestellung der haupt- und nebenamtlichen Richtern am Kreisgericht Wil informiert. Damit beginnt eine Frist von drei Tagen, während der bei der Kantonsregierung Beschwerde gegen diesen Entscheid erhoben werden kann.

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