«Stille Nacht» auf mongolisch

Die Musik von Transmongolian besticht durch spezielle Instrumente und den Obertongesang.

Drucken
Teilen
Traditionelle Musik aus der Mongolei im Kulturpunkt. (Bild: Franz Fischli)

Traditionelle Musik aus der Mongolei im Kulturpunkt. (Bild: Franz Fischli)

FLAWIL. Dem Ostschweizer Publikum sind die kastenförmigen Geigen inzwischen schon vertraut, wie auch deren warmer Klang und der Höömi-Kehlkopfgesang. Denn die Musikertruppe Transmongolian gab schon etliche Konzerte in der Region. Entsprechend ihrer Bekanntheit strömte eine beachtliche Anzahl Zuschauer ins kleine Auditorium des Flawiler Kulturpunkts.

Routiniert, doch mit mitreissender Dynamik und im übertragenen Sinn mongolisch sattelfest intonierten die drei Transmongolians die Lieder und Weisen ihrer Heimat. Die Musik der Mongolen basiert auf Instrumenten, die aus der nomadischen Tradition heraus entstanden sind. Das wohl ursprünglichste Instrument dürfte indes die Stimme sein. Darin sticht die Obertongesangstechnik hervor, deren Spannweite von tiefen, kehligen Basstönen bis zu Pfeiftönen in hohen Lagen reicht.

Der Umfang eines der Höömi-Sänger, Jamba Gereltsogt, dürfte rund vier Oktaven umfassen. Kostproben davon sowie von seiner Musikalität erhielt das Publikum, als er in Kehlkopfgesang das Weihnachtslied «Stille Nacht» anstimmte, dieses auf der Holzquerflöte variierte, während die beiden Mitmusiker mit den Geigen das alte Weihnachtslied mit ihrer stark rhythmisch geprägten Spieltechnik quasi auf mongolische Erde setzten. (fi)

Aktuelle Nachrichten