Stickige Luft bei Lindenhof-Frage: Automatische Lüftung gibt im Wiler Parlament zu reden

Das Primarschulhaus Lindenhof muss für 11,3 Millionen Franken saniert werden. Die Grünen erhalten bei ihrem Antrag Hilfe von unerwarteter Seite.

Gianni Amstutz
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Das Primarschulhaus Lindenhof muss dringend saniert werden. Zwischen 1970 und 1972 wurde es erbaut und seither nur rudimentär saniert. Dadurch hat es besonders im energetischen Bereich starken Nachholbedarf. Einzig das Dach wurde auf den neusten Stand aufgerüstet. Nun soll eine Gesamtsanierung folgen. Kostenpunkt: 11,3 Millionen Franken.

Eine automatische Lüftung für 750000 Franken

Die Sanierung ist bei allen Fraktionen unumstritten. Eine Frage, die das Parlament beschäftigt, ist, ob bei der Sanierung Lüftungssysteme in den Klassenzimmern eingebaut werden sollen. Durch den Einbau solcher Anlagen könnte nicht nur die Luftqualität verbessert werden, auch im Sinn des Energiesparens würde es Vorteile mit sich bringen. Das manuelle Lüften der Schulzimmer würde dadurch überflüssig. Das verhindert besonders im Winter unnötigen Energieverbrauch. Die Mehrkosten dafür würden 750'000 Franken betragen.

Die Grünen Prowil stellten einen entsprechenden Antrag – und erhielten Unterstützung von ungewohnter Seite, nämlich von SVP-Fraktionspräsident Benjamin Büsser, der selbst in der Baubranche tätig ist. Automatische Lüftungsanlagen seien gerade auch in Bezug auf die Verhinderung von Schimmel und anderen Unterhaltskosten sinnvoll. Auch bei anderen Fraktionen schien der Antrag grundsätzlich auf offene Ohren zu stossen. Klare Zahlen zum Kosten-Nutzen-Verhältnis lagen aber noch keine vor. Die vorberatende Bau- und Verkehrskommission klärt dies deshalb nun bis zur zweiten Lesung ab.