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Mindestens 415 000 Franken: Das Stickerhaus ist weiterhin zu haben

Der Gemeinderat will das Stickerhaus an der Neugasse 10 in Flawil veräussern und hat das Objekt zum Preis von mindestens 415000 Franken öffentlich ausgeschrieben. Interessenten gab es einige, einen Käufer bisher nicht.
Andrea Häusler
Die Liegenschaft an der Neugasse 10 im Flawiler Stickerquartier hat nach wie vor keinen Käufer gefunden. (Bild: Andrea Häusler)

Die Liegenschaft an der Neugasse 10 im Flawiler Stickerquartier hat nach wie vor keinen Käufer gefunden. (Bild: Andrea Häusler)

Das Grundstück 409 liegt inmitten des von einer einheitlichen Baustruktur geprägten Stickerquartiers westlich des Bahnhofs und befindet sich seit dem Jahr 2015 im Besitz der öffentlichen Hand. Erworben wurde das vor 1915 erbaute 8-Zimmer-Wohnhaus mit dem Ziel, dieses entweder fachgerecht zu sanieren oder an einen Interessenten zu veräussern, der bereit ist, das Objekt nach den Vorgaben des Quartierrichtplans umzubauen.

Mitte April dieses Jahres beschloss der Rat die öffentliche Ausschreibung der Liegenschaft - zu einem Preis von minimal 415000 Franken. Ausserdem waren an das Verkaufsangebot diverse Auflagen gekoppelt. Bis zum 31. Mai hatten Kaufinteressenten die Möglichkeit, ihre Angebote einzureichen. Nach dem Fahrplan des Gemeinderats, hätte dieser im August über die Vergabe beschliessen und im September die Teilnehmenden über den Verkaufsentscheid informieren sollen. Es kam anders. Das Gebäude mit den zwei Vollgeschossen und dem Dachgeschoss ist nach wie vor zu haben.

Angebote vorhanden, aber...

Innerhalb der Eingabefrist hätten sich zwar Interessenten gemeldet, jedoch seien keine Angebote eingegangen, welche alle Verkaufskriterien erfüllten, sagt Flawils Gemeindepräsident Elmar Metzger auf Anfrage. Nun liege der Ball bei der Bau- und Infrastrukturkommission. «Diese wird das Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens beraten und dem Gemeinderat einen Vorschlag für das weitere Vorgehen unterbreiten.» Dies bedeutet zwar nicht «zurück auf Feld eins», für den Gemeinderat jedoch gleichwohl einen Rückschlag. Zumal der Verkauf nicht auf direktem Weg in der gewünschten Form vonstattengehen wird.

Verschiedene Optionen offen

Bezüglich des weiteren Vorgehens sind, basierend auf dem Inhalt der Ausschreibung der Liegenschaft, mehrere Varianten denkbar. Einerseits können die Verkaufsmodalitäten überdacht und angepasst werden, mit dem Ziel, sich mit potenziellen Interessenten zu einigen. Anderseits besteht nach wie vor die Option, die Liegenschaft auf Gemeindekosten umzubauen und renoviert zu verkaufen. Unabhängig davon, auf welchen Weg sich die Bau- und Infrastrukturkommission verständigen wird, steht für den Gemeinderat heute wie ursprünglich das öffentliche Interesse im Mittelpunkt, das Stickerhaus in seiner historischen Baustruktur zu erhalten und gleichsam mit den anstehenden Sanierungs- und Umbaumassnahmen eine zeitgemässe Nutzung zu ermöglichen. So zumindest hatte er dies in der öffentlichen Ausschreibung des Stickerhauses formuliert.

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