Steuerfuss würde steigen

ESCHLIKON. Eschlikon und seine Millionenprojekte: An einem Infoabend wurde über die Erweiterung der Sekundarschule und den Bau einer Doppelturnhalle informiert. Es gab auch kritische Voten.

Christoph Heer
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Schulbehördenmitglied Beat Müller erläutert die positiven Eigenschaften einer neuen Doppelturnhalle samt 40 Parkplätzen. (Bild: Christoph Heer)

Schulbehördenmitglied Beat Müller erläutert die positiven Eigenschaften einer neuen Doppelturnhalle samt 40 Parkplätzen. (Bild: Christoph Heer)

Am Dienstagabend konnten sich die Stimmbürger mit den Details zu den beiden Bauvorhaben vertraut machen. Während zweier Stunden wurde auch über die finanzielle Belastbarkeit der Gemeinde diskutiert. Dass dabei die Erweiterung und Sanierung der Sekundarschule Bächelacker mit Investitionskosten von etwa sieben Millionen Franken kaum zu Reden gab, lag wohl daran, dass bei den vorherigen Voten betreffend neuer Doppelturnhalle schon vieles gesagt wurde. Man solle sich seitens der Behörden für ein Projekt entscheiden und das andere mindestens drei Jahre zurückstellen, forderte ein Stimmbürger. Ein anderer fragt sich, was man denn für die immer älter werdende Bevölkerung mache. Angesichts der grossen Investitionen in die jüngere Generation bleibe doch nichts mehr für ein lebenswertes Leben im Alter.

Steuererhöhung im Gegenwind

Die neuste Turnhalle (Bächelacker) weist Baujahr 1983 auf. Seit dieser Zeit ist die Einwohnerzahl in der Gemeinde um 40 Prozent gestiegen. Ein gutes Argument für die Befürworter der neuen Doppelturnhalle. Die Baukosten sollen rund 8,5 Millionen Franken betragen. Bekommt dieses Bauvorhaben grünes Licht, wird der Steuerfuss mit Bestimmtheit steigen, voraussichtlich um vier Prozentpunkte. Das stösst manchem sauer auf. Wird auf die neue Halle verzichtet und man segnet lediglich die Erweiterung der Sekundarschule und der Sanierung zu, könnte man den Steuerfuss bei 100 Prozent belassen. Auch seitens der Politischen Gemeinde rechnet man mit einer Erhöhung, würde die Halle gebaut. Hierbei würde man von einer Erhöhung um die sieben Prozent ausgehen. Stand jetzt: 50 Prozent.

Heisse Phase beginnt

Der Eschliker Souverän sieht sich grossen finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Am 18. Oktober wird an der Urne entschieden, ob 195 000 Franken für einen Architekturwettbewerb gesprochen werden. 2017 würde dann entschieden, wer die Bauherrschaft (Schul- oder Politische Gemeinde) für die neue Halle übernimmt. Schon weiter ist man bezüglich Sek-Erweiterung. Hier entscheiden die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung im Dezember, ob die Behörde 275 000 Franken für das Vorprojekt investieren kann.

Für die Delegationen der verschiedenen Vereine ist klar, dass eine neue Halle gebaut muss. Doch die diversen Inputs und Anregungen, aber auch die Fragen der Gegner sind nicht aus der Luft gegriffen. Die spannende Phase beginnt.