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Steigendes Niveau,
aber wenig Mut zu Neuem

Die zweite «bandXost»-Qualifikation fand am Samstag im Gare de Lion in Wil statt. Sechs Bands, sechsmal 15 Minuten Vollgas und direkte, ehrliche Bewertungen. Am 12. November entscheidet sich, welche acht Bands den Sprung in den Final geschafft haben.
Christoph Heer
«Maltschik» mit Nachwuchsmusikern aus Sirnach und der Region Wil, nahm an der «bandXost»-Vorausscheidung im Gare de Lion teil. (Bilder: Christoph Heer)

«Maltschik» mit Nachwuchsmusikern aus Sirnach und der Region Wil, nahm an der «bandXost»-Vorausscheidung im Gare de Lion teil. (Bilder: Christoph Heer)

Der «bandXost» Contest hat sich längst zu einer unverzichtbaren Angelegenheit gemausert. Er gilt seit Jahren als wichtige Plattform für Solokünstler und Musikgruppen aus der ganzen Ostschweiz. Nicht nur der Hauptgewinn, nämlich professionelle Studio-Aufnahmen und Auftritte an diversen Festivals sowie wertvolle Beratungseinheiten, lassen die Protagonisten aus dem Vollen schöpfen. Auch der zweite und dritte Rang werden noch fürstlich belohnt. Für alle anderen Teilnehmer gilt: mitmachen, Spass haben und sich die Feedbacks der Fachjury zu Herzen nehmen.

Dunkelsucht», das sind Patrick Näf (rechts) und Tim Lindner. Synthpop, Gothic, Industrial und etwas Rammstein.

Dunkelsucht», das sind Patrick Näf (rechts) und Tim Lindner. Synthpop, Gothic, Industrial und etwas Rammstein.

Im Gare de Lion waren das Flo Schär, ehemaliger Gitarrist der Band Sektion Kuchikäschtli, Danilo Bavier, Musikredaktor und Marco Bleiker, Musiker. Also drei Fachleute, die wissen, um was es in der Sparte Musik geht. Die Fäden der ganzen Organisation hielt indes Céline Fuchs vom Verein «bandXost» in den Händen. Auch sie konnte den Bands wertvolle Tipps mit auf ihren weiteren musikalischen Weg geben. Als Moderatorin kann sie auf ein grosses Fachwissen zurückgreifen. Zudem achtete sie darauf, dass die Akteure auf der Bühne ihr Zeitlimit von 15 Minuten nicht überzogen. An neun Vorausscheidungen, von Kreuzlingen bis Herisau, von Vaduz bis Schaffhausen, treten die Bands auf und buhlen um die Gunst der Juroren und des Publikums.

Toggenburger und Thurgauer rocken die Bühne

Der Gare de Lion gilt als eine der beliebtesten Locations, wenn es um die «bandXost»-Vorausscheidungen geht. Wer sich hier ein Auftritt ergattert, weiss, dass er vor viel Publikum spielen wird. So war das auch am Samstagabend der Fall als «Dunkelsucht» aus Ebnat Kappel den Auftakt machte. Zwar standen sie ausser Konkurrenz – weil das Höchstalter, im Durchschnitt maximal 24, überschritten wurde – auf der Bühne, überzeugt haben sie trotzdem. «Der Auftritt im Gare de Lion war spektakulär, wunderbar. Mit unserem Auftritt sind wir zudem sehr zufrieden und die Kritik von den Juroren war überaus konstruktiv», sagten Patrick Näf und Tim Lindner von «Dunkelsucht» übereinstimmend.

«The Solar Temple». Neo-Psychedelia – Drone – Garage-Psych, eine Musikmischung voller Power.

«The Solar Temple». Neo-Psychedelia – Drone – Garage-Psych, eine Musikmischung voller Power.

Der Hinterthurgau war gar durch zwei Bands vertreten. «Maltschik», bespickt mit Musikern aus Sirnach und der Region Wil, beschrieben ihren Auftritt mit vier Wörtern: «Eine Viertelstunde pures Adrenalin.» Dieses Adrenalin bemerkten auch die Juroren, die betonten, dass das Niveau in den vergangenen Jahren stets gestiegen sei. Sie bedauern aber auch, dass sich nur noch wenige trauen, speziell zu sein. Die Meisten kommen mit Rock, Pop, oder sonstig bekanntem Genre. Es wäre wünschenswert, wenn mehr ausgebrochen würde, mehr Mut zu Versuchen in weniger bekannten Nischen bestünde.

The Solar Temple: laut aber gut

Harte Gitarrenriffs, wummernde Bässe, rauer Gesang und fliegende Haare, das sind «The Solar Temple». Die Band setzt sich aus sechs Musikern aus Münchwilen, Bichelsee, Frauenfeld, Zürich und Greifensee zusammen. Am Samstag waren sie mit Abstand die Lautesten, ob es für das Finale reicht, wird sich noch zeigen, Gewinnerpotenzial haben sie aufjeden Fall. So erntete das Sextett fast nur Lob in Sachen Kompositionen, technischer Umsetzung und Performance. Schlussendlich gilt: Gewinner sind sie alle, ob Organisator, Musiker oder Groupie.

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