Staub legt sich ins Pilgerhaus

BRONSCHHOFEN. Seit zehn Tagen laufen die Umbauarbeiten am Restaurant in Maria Dreibrunnen. Die Bausubstanz des denkmalgeschützten Riegelhauses wird erhalten. Die Sanierungsphase dauert bis am 4. März.

Philipp Haag
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Alte Balken werden ausgebaut, angepasst und an einer neuen Stelle wieder eingebaut. (Bild: Philipp Haag)

Alte Balken werden ausgebaut, angepasst und an einer neuen Stelle wieder eingebaut. (Bild: Philipp Haag)

Das altehrwürdige Pilgerhaus in Maria Dreibrunnen ächzt. Im Innern spachteln, sägen und hämmern Handwerker. Der Boden ist abgedeckt, Wände sind freigelegt, Leitungen hängen lose aus Schächten, Staub macht sich breit, und der Riegelbau ist mit Containern umstellt: Das Pilgerhaus ist eine Baustelle. Seit zehn Tagen laufen die Umbauarbeiten. Zehn intensive Tage, wie Architekt Peter Haug einräumt. «Der Zeitplan ist eng.» Die Bauphase muss bis am 4. März beendet sein, damit das Restaurant im Pilgerort am 11. März wieder eröffnet werden kann.

Lift von Keller bis in ersten Stock

Das Pilgerhaus wird für 1,5 Millionen Franken saniert und modernisiert. Das veraltete Interieur wird ersetzt. Im Keller werden eine Kühlanlage und eine neue Heizanlage eingebaut und im Parterre eine neue Küche. Im ersten Stock entstehen ein Sitzungszimmer mit 20 Plätzen, eine Wirtewohnung sowie ein Gästezimmer mit Dusche/WC. Das Dachgeschoss wird zu einem Büro für Wirtin Susanne Schmid und zwei Personalzimmer ausgebaut. Das Untergeschoss wird mit dem Parterre und dem ersten Obergeschoss mit einem Warenlift verbunden. Der Eingang erhält eine Rampe, die mit Rollstühlen und Kinderwagen befahrbar ist.

Die Bauarbeiten sind bereits weit fortgeschritten. «Wir liegen im Zeitplan», sagt Haug. Der äusserst knappe Zeitplan bedingt allerdings eine klare Planung. Jede Arbeitsphase muss genau auf die nächste abgestimmt sein. Längere Unterbrüche müssen vermieden werden. Die Handwerker müssen sich strikt an das Programm halten.

Von Überraschungen darf sich Haug nicht aus dem Konzept bringen lassen. «Cool bleiben», ist sein Motto. Tritt ein verfaulter Balken zutage, wird dieser kurzerhand adäquat ersetzt. Das Material der Abbrucharbeiten wird wiederverwendet. Wird eine Tür versetzt, werden die Balken der alten Türe an der neuen Stelle wieder eingesetzt. Da das Riegelhaus denkmalgeschützt ist, sollten die Sanierungsarbeiten möglichst nicht sichtbar sein. Das Erscheinungsbild und die Ästhetik im Hausinnern müssen erhalten bleiben. «Von der historischen Bausubstanz soll so wenig wie möglich zerstört werden», sagt Haug.

Sicherheit hat oberste Priorität

Die alte Bauweise des Hauses bedingt, dass die Technik zwar einem zeitgemässen Standard angepasst, aber dennoch der Struktur des Baus untergeordnet wird. Eine Ausnahme bildet der Küchenraum: Dieser wird mit einer modernen Einrichtung ausgestattet und feuerfest ausgekleidet. «Beim Feuerschutz machen wir keine Kompromisse», sagt Haug. Die Sicherheit der Personen, sowohl des Personals als auch der Gäste, «hat oberste Priorität».

Die Wände des Küchenraums werden verputzt.

Die Wände des Küchenraums werden verputzt.

Das Innere des Pilgerhauses wird modernisiert.

Das Innere des Pilgerhauses wird modernisiert.