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Statt Feuer vorerst den Durst gelöscht

Es dauert, bis alle ihre Pappteller gefüllt und einen Platz auf den Festbänken gefunden haben. Immerhin sind es 124 hungrige Handwerker, die verköstigt werden wollen – vor allem Männer, aber auch einige Frauen.
Andrea Häusler
Restaurantbetrieb im neuen Feuerwehrdepot. Gestern mittag liessen sich die Handwerker auf Einladung der Gemeinde kulinarisch verwöhnen. (Bild: Andrea Häusler)

Restaurantbetrieb im neuen Feuerwehrdepot. Gestern mittag liessen sich die Handwerker auf Einladung der Gemeinde kulinarisch verwöhnen. (Bild: Andrea Häusler)

Es dauert, bis alle ihre Pappteller gefüllt und einen Platz auf den Festbänken gefunden haben. Immerhin sind es 124 hungrige Handwerker, die verköstigt werden wollen – vor allem Männer, aber auch einige Frauen. Die Gemeinde Flawil hat sie auf gestern zum Zmittag in die Fahrzeugeinstellhalle des neuen Feuerwehrdepots geladen. «Das Essen ersetzt das Aufrichtefest», sagt Gemeindepräsident Elmar Metzger, der sich zuhinterst in die Warteschlange vor dem Buffet gestellt hat. Denn als der Rohbau fertiggestellt war, seien die Temperaturen schlicht zu tief gewesen.

Stromausfall und leere Becher

Den Gästen in Arbeitshose, Faserpelz oder Werbe-Sweatshirts kommt die Durchführung des Traditionsanlasses zur Mittagszeit zupass. «Wir bleiben ohnehin meist auf der Baustelle», sagt einer, während er sich ein Stück Rinderbraten in den Mund schiebt. Gut schmecke es, und bedienen könne man sich erst noch ein zweites Mal, freut er sich. Tatsächlich hat sich vor dem Buffet wieder eine kurze Schlange gebildet. Vor den drei Kaffeeautomaten dagegen ein veritabler Stau: Wenn immer die Brühtaste gedrückt wird, fällt der Strom aus. Bleibt nur, zwei Stecker zu ziehen, den Betrieb auf ein Gerät zu beschränken, abzuwarten und Cola zu trinken; oder einen der Dessert-Nussgipfel zu essen.

Frage des Vertrauens

Die Teller leeren sich, die Getränkeharasse ebenfalls. Einzig jene mit den Bierflaschen bleiben voll. Elmar Metzger nützt die Gelegenheit, um sich bei den Handwerkern und Planern zu bedanken. Die Form hierfür hat er in jener Pendlerzeitung entdeckt, die in gut einer Viertelstunden gelesen ist. «Der Beruf, der das grösste öffentliche Vertrauen geniesst, sei jener des Feuerwehrmanns», sagte er. Deshalb sei es dem Gemeinderat ein Bedürfnis, den Feuerwehrleuten eine zeitgemässe, gute Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Bereits im Laufe des Monats Mai könne der Neubau bezogen werden, während die offizielle Einweihung am 20. August stattfinde.

Die Sache mit den Politikern

Die Handwerker, ergänzte Metzger, seien auf der genannten Liste nicht aufgeführt. Das Vertrauen in deren Arbeit sei gleichwohl gross: «Deshalb und als Dankeschön haben wir euch auch eingeladen», sagte der Politiker abschliessend und verhehlte auch nicht, auf welchem Rang seinesgleichen auf der «20 Minuten»-Liste figurieren: «Auf dem letzten.»

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