Starke Leistung, bittere Niederlage

EISHOCKEY. Der EHC Uzwil verlor gegen Arosa, durch einen Treffer in Überzahl 16 Sekunden vor Ende des Spiels, mit 3:4. Die Niederlage ist bitter, zeigte Uzwil doch eines seiner besten Auswärtsspiele der Saison und wurde schlecht dafür belohnt.

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Alain Rüfenacht wirft sich schützend vor Torhüter Gallmann. (Archivbild: dam.)

Alain Rüfenacht wirft sich schützend vor Torhüter Gallmann. (Archivbild: dam.)

Die zahlreichen ins Schanfigg gereisten Uzwiler Anhänger sahen eine taktisch und kämpferisch hervorragend eingestellte Uzwiler Mannschaft. Üblicherweise versucht die starke Heimmannschaft Arosa – und dies meist erfolgreich – den Gegner am Anfang einer Partie zu dominieren. Dies, weil viele Gegner nach der langen und kurvenreichen Carfahrt und der Höhenlage Mühe haben, in die Gänge zu kommen.

Uzwiler spielten frech

Dies gelang Arosa diesmal nicht, weil vielmehr die Uzwiler frech und offensiv auftraten. Mit gutem Forechecking wurde das Heimteam immer wieder im Spielaufbau gestört und entscheidend zurückgebunden. Der Führungstreffer, aus einem gut gespielten Powerplay heraus durch den omnipräsenten Stoob erzielt, war verdient.

Das zweite Drittel war ausgeglichen. Trotzdem konnte Arosa durch zwei Treffer zwischenzeitlich in Führung gehen. Der erneute Ausgleich durch Stoob konterten die Aroser mit dem Führungstreffer.

Strafen entschieden

Im letzten Drittel drückten die Uzwiler – nur noch mit drei Blöcken spielend – vehement auf den Ausgleich. Dies eröffnete den Arosern gefährliche Konterchancen. Bei einer dieser Chancen konnte ein Aroser Stürmer nur noch regelwidrig gestoppt werden, was einen Strafstoss zur Folge hatte. Torhüter Gallmann hielt den Penalty mit Bravour – wie schon im letzten Spiel beim Penaltyschiessen gegen Chur. Die Schlussoffensive der Uzwiler brachte den hochverdienten Ausgleich durch Stoob. Der Stürmer des ersten Blockes ragte aus dem starken Kollektiv mit drei Toren und vielen guten Aktionen heraus.

In den letzten zehn Minuten gab es auf beiden Seiten weitere Torchancen. Generell kontrollierten die Hawks aber das Geschehen. Kämpferisch herausragend (blockierte Schüsse von Fisch und Klopfer) sowie guter taktischer Ordnung, gaben die Uzwiler den Arosern kaum mehr Raum. Zwei beide Male sehr fraglich ausgesprochene Strafen in den letzten Spielminuten beeinflussten jedoch die Partie entscheidend. Bonorand profitierte davon und schoss Arosa zum Sieg. (pd/uno.)

Arosa – Uzwil 4:3 (0:1, 3:1, 1:1) SKZ – 402 Zuschauer – Sr. Meyer (Remund, Ströbel). Tore: 20. Stoob (Rüfenacht, Scherrer, Ausschluss Rada) 0:1, 33. Brun (Bigliel, Ziegler) 1:1, 36. Mazza 2:1, 37. Stoob (Rüfenacht, Ausschluss Tischhauser) 2:2, 38. Bonorand (Ziegler, Bigliel) 3:2, 50. Stoob (Koch) 3:3, 60. Bonorand (Ziegler, Bigliel, Ausschluss Bucher), 4:3. Strafen. Je fünf Zwei-Minuten-Strafen. EHC Uzwil: Gallmann; Hollenstein, Sturzenegger, Bischof, Hofer, Frick, Steiner, Klopfer, Rüfenacht, Stüssi, Fisch, Scherrer, Bucher, Sinnathurai, Fehlmann. Grau, Locher, Koch, Heid, Stoob, Frei.

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