Städtischer Bahnhofplatz – wirklich nötig?

Leserbrief zur Bahnhofplatzgestaltung in Flawil Die Bahnhofplatzgestaltung, wie sie im Artikel von letztem Donnerstag aufgezeigt wurde, finde ich sehr bedenklich.

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Leserbrief zur Bahnhofplatzgestaltung in Flawil

Die Bahnhofplatzgestaltung, wie sie im Artikel von letztem Donnerstag aufgezeigt wurde, finde ich sehr bedenklich. Viele Gemeinden versuchen aus ihrem Dorf ein städtisches Subzentrum mit urbanem Charakter zu machen. Das finde ich schade, denn an Flawil schätze ich gerade den (noch) dörflichen Charakter, die ländliche Umgebung mit zahlreichen Naherholungsgebieten sowie den überschaubaren, gut funktionierenden Bahnhofplatz.

Da viele Flawilerinnen und Flawiler tagsüber in Städten arbeiten, dient das Dorf als ruhiger Gegenpol zu den hektischen Zentren der weiteren Umgebung.

Ausserdem würde eine neue Bahnhofplatzgestaltung wieder viel Geld kosten, was gespart oder anders eingesetzt werden könnte. Die Verbesserung, die eine Neugestaltung bringen würde, ist für mich (selbst Pendler) minimal.

Denn nur weil der Bahnhofplatz 28-jährig ist, heisst das noch lange nicht, dass er in einem schlechten Zustand ist.

Der Busbahnhof, die Kurzzeitparkplätze, die Infrastruktur und der Strassenzustand sind intakt und funktionieren fast reibungslos. Einzig das Problem, dass es zu wenig Veloständer gibt, besteht; es könnte aber gut ohne komplette Neugestaltung gelöst werden.

Darum sehe ich nicht ein, warum eine Neugestaltung nötig ist, im Gegenteil, ich finde sie bringt Flawil einen Schritt näher zu einer ruhelosen anonymen Kleinstadt, was nicht zum idyllischen und dörflichen Image passt.

Lukas Bossart Landbergstrasse 54 9230 Flawil