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Stadtschützen Wil: Starke Leistungen auf den olympischen Distanzen sprechen für die Nachwuchsförderung

10-m-Sektionspräsident Martin Gyger und 50-m-Sektionspräsident Christian Baumgartner fördern bei den Wiler Stadtschützen den Nachwuchs. Mit Erfolg: Am Eidgenössichen Jugendschützenfest siegte das Kleinkaliber-Gewehr-Sextett über 50 m in der Liegend-Position.
Urs Huwyler
Wils Luftgewehr-Präsident Martin Gyger beobachtet Dominic Sennhauser und Moana Hollenweger beim Stellungsaufbau. (Bilder: Urs Huwyler)

Wils Luftgewehr-Präsident Martin Gyger beobachtet Dominic Sennhauser und Moana Hollenweger beim Stellungsaufbau. (Bilder: Urs Huwyler)

Die Stadtschützen Wil, die 2020 ihr 600-Jahr-Jubiläum feiern, dürften der Öffentlichkeit vor allem durch die mehrheitlich etwas älteren 300-m-Schützen bekannt sein. Doch in der Schiessanlage Thurau trainieren ebenso erfolgreiche Jugendliche auf den olympischen Distanzen 10 m und 50 m.

Am Eidgenössischen Jugendschützenfest in Frauenfeld gewann das Kleinkaliber-Gewehr-Sextett über 50 m in der Liegend-Position die Vereinswertung. Mit diesem Team: Ramon Baumgartner aus Schwarzenbach, Lena Erb und Lea Rügge aus Wil, Moana Hollenweger aus Bettwiesen, Dominic Sennhauser aus Gähwil und Robin Wehrli aus Züberwangen. Oberstufen-Schülerin Hollenweger, Schwester des früheren Junioren-Internationalen Jan Hollenweger, erzielte im «Kranz»-Stich das Maximum, das Team 29 von 30 möglichen Kränzen.

Erfolge am Schweizer Jugendfinal

Nach den regionalen Ausscheidungen qualifizierte sich das Trio Erb/Baumgartner/Hollenweger zum Abschluss der Freiluftsaison für den Schweizer Jugendfinal in Buchs. Konstrukteurin Erb dominierte liegend in der Kategorie U17 mit 1,6 Punkten Vorsprung, der ebenfalls 16-jährige Baumgartner auf Rang 13 und die ein Jahr jüngere angehende Köchin Hollenweger auf Platz 18 verpassten zwar den Final der besten Acht, aber kein Verein hatte eine bessere Bilanz.

Die Resultate bei den prestigeträchtigen nationalen Anlässen sprechen für die Jugendförderung. Luftgewehr-Sektionspräsident Martin Gyger bestätigt:

«Wir können auf den olympischen Distanzen
10 m und 50 m ein starkes Team stellen.»

Er ergänzt jedoch, insgesamt fehle es an Nachwuchs: «Es ist schwierig, an die Jungen heranzukommen, obwohl wir die Gewehre zur Verfügung stellen und die Fähigkeit schulen, sich zu konzentrieren, was auch in der Schule oder Ausbildung hilft».

Zwei Präsidenten mit mehreren Funktionen

Aus den sich bietenden personellen Möglichkeiten auf dem Weg an die nationale Spitze das Maximum herausholen, lautet deshalb die Devise. Zumal die 50-m-Spezialisten mit den 10-m-Schützen identisch sind. Der Unterschied zwischen den beiden Disziplinen: Auf 50 m hat die «10» einen Durchmesser von 10,4 mm, auf 10 m sind es nur 0,5 mm. Beim klassischen, seit 1972 nicht mehr olympischen 300-m-Grosskaliber-Schiessen sind es 100 mm.

Die Personaldecke ist mit der Ostschweizer Meisterin Erb allerdings nicht nur bei den Jugendlichen dünn, sondern auch bei den Aktiven und in den Vorständen. Der fünffache EM-Teilnehmer Gyger, der 2004 als Junior mit Rang vier bis heute das beste Schweizer Luftgewehr-Resultat erzielte, ist 10-m-Sektionspräsident, Nachwuchsleiter 10 m und 50 m. Christian Baumgartner ist Präsident der 50-m-Sektion, doppelter Schützenmeister, 10 m und 50 m, zudem betreut er das Ressort «auswärtige Schiessen».

«Überlegungen, die wir wohl anstellen müssen»

Wäre es bei einer solchen Ausgangslage nicht sinnvoller, die beiden artverwandten Sektionen zusammenzulegen? «Überlegungen, die wir wohl anstellen müssen», sagt Gyger. Zumal Gyger und Baumgartner mit Stefan Haag, Jürg Niebecker und Felix Fässler zu den Teamstützen der 2.-Liga-Mannschaft gehören. Dort wird der Fokus – ohne Resultatdruck – auf die Integration der Jungen bei der Elite-Gruppe gelegt.

Während des Trainings organisiert Christian Baumgartner im Hintergrund die nächsten Anlässe, Gyger kontrolliert die Technik der Jugendlichen, gibt aus seiner langjährigen Erfahrung heraus Tipps. Schon 2003 schoss der 34-jährige Leiter Mechanik und Scheibenproduktion bei der Firma Sius in Effretikon, dem weltweit führenden Hersteller von elektronischen Trefferanzeigen, als Legionär in Deutschland. Bis heute ist dies so geblieben.

Der fünffache EM-Teilnehmer Martin Gyger erzielte 2004 als Junior mit Rang vier bis heute das beste Schweizer Luftgewehr-Resultat.

Der fünffache EM-Teilnehmer Martin Gyger erzielte 2004 als Junior mit Rang vier bis heute das beste Schweizer Luftgewehr-Resultat.

Ob die Karriere der Nachwuchsschützen ähnlich verlaufen wird, muss sich zeigen. Erb und Ramon Baumgartner gehören bereits dem Ostschweizer Kader an, Hollenweger und Rügge sind auf dem Sprung dorthin. Daneben wird die Teilnahme an der Schweizer Meisterschaft und vor allem die Freude am Schiesssport ein Ziel sein.

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