Stadtrat sieht Entwurf positiv

WIL. Unter dem Begriff Geodaten werden alle mit einem bestimmten Punkt der Erdoberfläche verknüpften Informationen zusammengefasst. Diese gehen über die blosse Visualisierung des Geländes in geographischen Karten hinaus.

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WIL. Unter dem Begriff Geodaten werden alle mit einem bestimmten Punkt der Erdoberfläche verknüpften Informationen zusammengefasst. Diese gehen über die blosse Visualisierung des Geländes in geographischen Karten hinaus. Sie verorten Informationen, machen sie vergleichbar und liefern damit Entscheidungsgrundlagen sowohl für die öffentliche Hand als auch für die Wirtschaft und für Private.

Der Bund hat 2007 ein Geoinformationsgesetz erlassen (GeoIG) und per 1. Juli 2008 in Kraft gesetzt. Dieses dient als Grundlage für ein kantonales St. Galler Geoinformationsgesetz (kGeoIG), das derzeit in Erarbeitung ist. Kernpunkte des Gesetzesentwurfes sind nebst den Regelungen zur amtlichen Vermessung insbesondere die Festlegung der Zuständigkeiten, der Finanzierung und der Organisation für die Erhebung, Verwaltung und Bereitstellung zur Nutzung sämtlicher Geodaten im Kanton St. Gallen. Der Kanton hat die Gemeinden zur Vernehmlassung des entsprechenden Gesetzesentwurfs eingeladen.

Das Gesetz bezweckt, Geodaten den Behörden, der Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft für eine breite Nutzung, nachhaltig, aktuell, rasch, einfach und in der erforderlichen Qualität sowie zu angemessenen Kosten zur Verfügung zu stellen. Dieser Zielsetzung kann sich der Wiler Stadtrat vollumfänglich anschliessen und stimmt den im Entwurf vorgesehenen Strukturen zu. Vorbehalte sind aus Sicht des Stadtrats namentlich bezüglich Kostenfolgen für die Gemeinden angebracht: Es ist anzustreben, dass der Kanton sich an diesen Kosten massgeblich beteiligt, hält der Stadtrat in seiner kurzen Stellungnahme fest. Zudem soll der jährliche Grundbeitrag von maximal 0,1 Franken pro Einwohnerin und Einwohner nicht überschritten werden, so der Stadtrat weiter. (sk)

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