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Ein Streifzug durch die Wiler Werbegeschichte

Sie ist omnipräsent in unserem Leben. Deshalb wurde die Werbung nun vom Wiler Stadtmuseum mit einer Sonderausstellung geehrt.
Christof Lampart

«Wirb oder…!» heisst der ebenso wenig aussagende wie auch gleichzeitig viel andeutende Titel der Ausstellung, welcher im Untertitel doch ganz konkret wird. Dieser lautet nämlich «Wil und die Werbung für Wirtschaft, Kultur und die Politik». Werner Warth, Stadtarchivar und Museumsleiter in Personalunion, verdeutlicht mit dieser Exhibition, welche am Montagabend vor rund 40 Interessierten im Stadtmuseum Wil Vernissage feierte, dass die öffentlich-private Werbung ein modernes Vehikel ist, um Informationen in der Öffentlichkeit zu verbreiten oder an ausgesuchte Zielgruppen zu gelangen.

Denn die Verkaufsförderung und Imagepflege von zumeist gewinnorientierten Unternehmen sowie Dienstleistungen wurden erst Mitte des 19. Jahrhunderts wirklich populär, als Printmedien wie die «Wiler Zeitung», der «Wiler Bote» oder der «Wiler Anzeiger» anfingen, Inserate von Kaufhäusern und Restaurants abzudrucken. Später entdeckten auch vereinzelt grössere lokale Firmen wie Hürlimann Traktoren die Werbekraft des Mediums Film für ein bestimmtes Gefühl oder einen bestimmten Gedanken beim potenziellen Kunden zu erzeugen.

Vor kurzem modern, heute antiquiert

Die Ausstellung – sie ist übrigens die 26. Ausstellung, welche Werner Warth seit dem Jahr 2001 für das Stadtmuseum Wil erarbeiten durfte – vermittelt räumlich sehr kompakt viel Interessantes, Wissenswertes sowie Sachverhalte, die zum Schmunzeln anregen. Sie basiert im Wesentlichen auf drei Spezialsammlungen des Wiler Stadtarchivs, nämlich der Briefkopf-, der Plakat- und der Drucksachensammlung.

Schon die Wahlwerbung aus noch nicht allzu lange vergangenen Tagen mutet heute in Gestaltung und Aussage antiquiert an – ganz egal, ob darauf lokal-nationale Politgrössen wie Karin Keller-Sutter, Barbara Gysi oder Guido Wick zu sehen sind. Diverse Filme und Touchscreens zeigen, wie früher Werbung verstanden wurde: Kinodias, Briefköpfe mit Produkte- und Niederlassungsabbildungen, aber auch gedruckte Prospekte aller Arten führen die Ausstellungsbesucher im Zeitalter des Internets in eine Zeit zurück, die noch gar nicht so lange vorbei ist, den Digital Natives von heute jedoch bereits ziemlich fremd anmuten dürfte.

Werbung prägt das moderne Leben

Denn früher war – auch das verdeutlicht die Ausstellung klipp und klar – Werbung vor allem den Printmedien vorbehalten. «Bei der Einführung des Fernsehens hatten Zeitungsverleger noch dafür bezahlt, dass keine Werbung geschaltet wurde», erklärte Warth. 1984 wurde durch das Aufkommen des Privatfernsehens auch Werbekunden endlich die Gelegenheit geboten, Werbeplatzierungen im Fernsehen frei auswählen zu können. «Vorher mussten Werber immer um einen günstigen Werbeplatz im Fernsehen buhlen», so Warth.

Doch auch wenn sich die Werbegewohnheiten im Laufe der Zeit gewandelt haben, eines wird laut dem Museumsleiter wohl auch zukünftig unverändert sein. Nämlich die Tatsache, dass «Werbung ein wichtiger Bestandteil des modernen Lebens geworden ist und wohl auch bleiben wird», so Warth.

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