Stadt Wil unterzeichnet Charta Sozialhilfe: «Man soll nicht nur über die Kosten, sondern auch über den Nutzen sprechen.»

Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren hat gemeinsam mit weiteren Organisationen die «Charta Sozialhilfe Schweiz» lanciert. Die Organisationen bekennen sich damit zur Sozialhilfe und zur föderalen Zusammenarbeit. Der Wiler Stadtrat hat entschieden, diese Charta ebenfalls zu unterzeichnen.

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Sozialhilfe ermögliche oft Zugang zu Ausbildungen, hält der Wiler Stadtrat fest.

Sozialhilfe ermögliche oft Zugang zu Ausbildungen, hält der Wiler Stadtrat fest.

Christian Beutler / KEYSTONE

(sk) Die Sozialhilfe sei für die beteiligten Organisationen ein zentrales Element zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung und ein entscheidender Faktor für die gesellschaftliche Stabilität, schreibt der Wiler Stadtrat in einer Medienmitteilung. «Uns ist es wichtig, die Sozialhilfe würdevoll zu gestalten und nicht nur über die Kosten, sondern auch über den Nutzen zu sprechen», betont der zuständige Stadtrat Dario Sulzer. So ermögliche die Sozialhilfe oftmals den Zugang zu Ausbildungen und damit die Erlangung der notwendigen Qualifikationen, um wieder in den ersten Arbeitsmarkt eintreten zu können.

Ein Drittel der durch die Sozialhilfe unterstützten Menschen sind Kinder und Jugendliche. Die Förderung dieser Menschen sei eine Investition in die Zukunft. Mit der Unterzeichnung der Charta bekennt sich die Stadt Wil auch zur Aussage, dass ein Wettbewerb um die tiefsten Sozialhilfeleistungen zwischen den Kantonen und Gemeinden schädlich ist und die Solidarität untergräbt.