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Die Stadt Wil rechnet mit Budget-Defizit von 2,6 Millionen Franken

Bei Ausgaben von 167 Millionen Franken budgetiert die Stadt Wil für das Jahr 2020 einen Aufwandüberschuss von 2,6 Millionen Franken. Einer der Gründe: Der Personalaufwand nimmt um 1,4 Millionen Franken zu.
Tobias Söldi
Die Stadt Wil verzeichnet beim Personalaufwand eine Zunahme um 1,4 Millionen Franken. (Symbolbild: KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Die Stadt Wil verzeichnet beim Personalaufwand eine Zunahme um 1,4 Millionen Franken. (Symbolbild: KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Ausgaben von knapp 167 Millionen Franken, Einnahmen von etwas mehr als 164 Millionen Franken: Mit diesen Zahlen rechnet die Stadt Wil für das Jahr 2020. Unter dem Strich ergibt dies ein Defizit von 2,6 Millionen Franken bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 118 Prozent. Gestern Vormittag präsentierte die Stadt das Budget 2020 an einer Medienkonferenz.

Trotz Aufwandüberschuss gibt sich Stadtpräsidentin Susanne Hartmann zufrieden:

«Im Vergleich zum Finanzplan ist dieses Resultat erfreulich.»

Susanne Hartmann, Stadtpräsidentin von Wil

Susanne Hartmann, Stadtpräsidentin von Wil

Dank verschiedenen internen Anstrengungen habe man das im Finanzplan – ein Planungsinstrument – berechnete Defizit von 5 Millionen Franken stark verringern können. Zudem sei das budgetierte Defizit um 1,3 Millionen Franken kleiner als dasjenige für das Jahr 2019.

Grösserer Personal- und Transferaufwand

Dennoch: Es steht ein Minus im Budget der Stadt. Wie kommt es dazu? Grund dafür sind vor allem die steigenden Ausgaben in den Bereichen Soziales, Bildung, Pflegefinanzierung sowie beim Personalaufwand. Letzteres steigt um 1,4 Millionen Franken. Neue Stellen werden in der Hauswartung (+180 Prozent), den Sozialen Diensten (+150 Prozent), der Finanzverwaltung (+100 Prozent) und im Werkhof (+50 Prozent) geschaffen.

Den grösste Posten allerdings machen die Löhne der Lehrpersonen aus. Sie wachsen um 481000 Franken. «In der Primarschule werden wir rund drei bis vier neue Klassen haben», erklärt Stephan Schüle, Leiter der Finanzverwaltung.

Ein Wachstum wird auch beim Transferaufwand erwartet, nämlich um satte 2,4 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Unter Transferaufwänden versteht man Beiträge der Stadt Wil an Dritte. So steigt der Anteil der Stadt an der Pflegefinanzierung, ebenso wie die Ausgaben für die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe und das Asylwesen.
Gesenkt werden kann hingegen der Sachaufwand. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser um 1,3 Millionen tiefer.

2021 werden die Steuereinnahmen zurückgehen

Demgegenüber stehen Einnahmen aus den Gemeindesteuern in der Höhe von 68,4 Millionen Franken – eine Million Franken mehr als noch 2019. «Hier verzeichnen wir erfreulicherweise immer noch ein Grundwachstum», sagt Stadtpräsidentin Susanne Hartmann. «Wir haben eine sehr hohe Steuerkraft in der Stadt Wil. Und auch die Nachsteuern fliessen immer noch.»

Etwas anders wird es im Jahr 2021 aussehen, wenn der Nachtrag zum Steuergesetz (Staf) in Kraft tritt. Susanne Hartmann erklärt:

«Dann werden uns rund ein Viertel der Steuereinnahmen bei den juristischen Personen wegfallen»

Diese Veränderungen werden aber erst das Budget für das Jahr 2021 betreffen.

Investitionen in der Höhe von 12,3 Millionen Franken

Und was gibt die Stadt Wil im kommenden Jahr aus? Die budgetierten Investitionen belaufen sich auf 12,3 Millionen Franken. Sie liegen damit rund 8 Millionen Franken unter dem im Finanzplan 2019-2023 errechneten Wert, und 4,3 Millionen Franken unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Ziel ist ein Realisierungsgrad von 70 Prozent.

Unter die Investitionen fallen die Bühnentechnik im Ebnetsaal, bauliche Anpassungen im Stadtsaal, das Agglomerationsprogramm Wil West, die Anpassung des Richtplans und des Baureglements sowie der Einbau eines Liftes in der Stadtverwaltung. Ein grösserer Posten wird die Sanierung des Primarschulhauses Lindenhof. Darüber wird die Bevölkerung aber zu gegebener Zeit abstimmen können.

Hinweis: Die Budgets der Stadt und der Technischen Betriebe sind unter www.stadtwil.ch einsehbar.

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