Bundesgericht stimmt zu: Stadt Wil darf auch weiterhin das Schulgeld für Schülerinnen der St. Katharina ausrichten

Dass das Bundesgericht dem Antrag der Stadt Wil nachgekommen ist, heisst vor allem eines: Die Schülerinnen aus allen Ortsteilen werden von der Stadt gleichbehandelt.

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Die Stadt Wil richtet auch weiterhin das Schulgeld für die Schülerinnen der Mädchensekundarschule St. Katharina aus.

Die Stadt Wil richtet auch weiterhin das Schulgeld für die Schülerinnen der Mädchensekundarschule St. Katharina aus.

Bild: Olivia Hug

(pd) Das Beschwerdeverfahren zum Schulvertrag mit der Stiftung Schule St.Katharina ist zurzeit vor Bundesgericht hängig. Damit die Stadt Wil weiterhin das Schulgeld für Schülerinnen aus dem ganzen Gebiet der Stadt Wil während der Dauer des Beschwerdeverfahrens ausrichten kann, wurde eine vorsorgliche Massnahme beantragt. Das Bundesgericht stimmte dem Antrag zu, wie der Mitteilung der Stadt zu entnehmen ist.

Der Nachtrag I zum Schulvertrag wurde nach der Gemeindevereinigung von Wil und Bronschhofen erarbeitet. So kann die Stadt auch Schulgeldzahlungen für Schülerinnen aus den Ortsteilen Bronschhofen und Rossrüti an die Schule St. Katharina leisten und damit alle Ortsteile gleichbehandeln.

Damit diese Zahlungen und damit die Gleichbehandlung aller Ortsteile trotz hängiger Beschwerde in den letzten Jahren gewahrt werden konnten, musste bei der jeweiligen Beschwerdeinstanz eine vorsorgliche Massnahme beantragt werden. Das Bundesgericht hat diese Massnahme nun gutgeheissen. Die bestehende Praxis kann bis zum definitiven Entscheid weitergeführt werden.

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