Stadt Wil finanziert Ertragsausfall von Kindertagesstätten mit 50'000 Franken

Wenn Plätze in Wiler Kitas leer bleiben, weil die Eltern wegen des Coronavirus die Kinder zu Hause betreuen, hilft die Stadt Wil finanziell aus.

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Die Stadt Wil unterstützt Kitas, bei denen aktuell weniger Plätze beansprucht werden.

Die Stadt Wil unterstützt Kitas, bei denen aktuell weniger Plätze beansprucht werden.

Symbolbild: Chris Iseli

(sk/rus) Verschiedene Parteien hatten bereits gefordert, dass sich die Stadt Wil finanziell für die Kindertagesstätten einsetzt. Nun tut sie das, wie in einer Mitteilung vom Donnerstag steht.

Die Betreuungseinrichtungen seien seit Beginn der Coronakrise in einer schwierigen Situation: Als systemrelevante Einrichtungen müssten sie den Betrieb aufrechterhalten, gleichzeitig seien Eltern dazu aufgerufen, ihre Kinder zu Hause zu betreuen.

Unterstützung rückwirkend auf Mitte März

Deshalb ist die Stadt Wil zum Entschluss gekommen: «Um Eltern und Einrichtungen finanziell zu entlasten, übernimmt die Stadt Wil die Kosten für die nicht genutzten Betreuungsplätze für Wiler Kinder.» Diese Finanzierung wird gemäss Mitteilung rückwirkend ab Mitte März umgesetzt und erfolgt vorerst bis Ende April.

Diese Unterstützung erlaube es den Kitas und Tagesfamilien, dass sie den Eltern, die ihre Kinder aufgrund der Coronavirus-Krise selber betreuen, die Kosten für die Betreuung erlassen können, schreibt die Stadt weiter.

50'000 Franken stehen zur Verfügung

Das Finanzierungsmodell gilt gemäss der Mitteilung für subventionierte Plätze jener Einrichtungen, die eine Leistungsvereinbarung mit der Stadt Wil haben. Kitas, die über keine Leistungsvereinbarung verfügen, können vorerst keine Finanzierungshilfen der Stadt in Anspruch nehmen. Bei Bedarf würden aber auch für diese Anbieter Lösungen geprüft.

Die Finanzierung der vollständigen Ertragsausfälle erfolge im Sinne einer Vorfinanzierung und subsidiär. 50'000 Franken werden dafür zur Verfügung gestellt. Allfällige übergeordnete finanzielle Unterstützung von Bund oder Kanton werden gemäss der Stadt entsprechend verrechnet.

Die betroffenen Eltern würden von ihren Betreuungseinrichtungen in den nächsten Tagen direkt informiert.