Stadt lenkt ein im Streit mit dem FC Wil: Der Fussballclub darf sein Logo an der Ausseinseite des Stadions anbringen

Die Stadt und der FC Wil haben sich zu einer Aussprache getroffen - und wurden sich einig. Beide Seiten sind zufrieden.

Lara Wüest
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Hier, an der Aussenwand der Gegentribüne, wird womöglich schon bald das Logo des FC Wil hängen. Bild: Lara Wüest

Hier, an der Aussenwand der Gegentribüne, wird womöglich schon bald das Logo des FC Wil hängen. Bild: Lara Wüest

Die Fronten in diesem Streit wirkten so verhärtet, dass eine Lösung unmöglich schien. Über Monate zog sich die Geschichte hin. Der FC Wil wollte sein Logo an der Aussenseite des Stadions Bergholz, seiner Heimstätte, anbringen. Das Departement Bau, Umwelt und Verkehr der Stadt (BUV) erlaubte das jedoch nicht. Die Begründung: Die Ästhetik des Baus würde durch das Logo gemindert. Ende Oktober machte der Fussballclub seinem Ärger deshalb in einer Medienmitteilung öffentlich Luft. Daraufhin mischten sich auch die Fans in die Auseinandersetzung ein. Nach einem Match Ende Oktober brachten sie am Rathaus ein Transparent an, auf dem stand: «Endlich liefere».

Und jetzt die Überraschung: Der Fussballclub kann nun sein Logo an der Aussenseite des Stadions doch noch anbringen. Ob es nun an den Fans lag oder an der Offensive des Fussballclubs, der FC Wil stiess mit seinem Anliegen bei der Stadt auf offene Ohren. Ende Oktober lud die Stadtpräsidentin Susanne Hartmann den FC Wil und das BUV zu einer Aussprache ein. Diese fand am Donnerstag statt.

Weiteres Gespräch soll Ort und Material bestimmen

Konkret darf der FC Wil nun Blachen oder Netze mit dem Logo darauf aufhängen. Dafür kommen zwei Orte in Frage: der Zaun auf der Rückseite der Gegentribüne und das Kassenhäuschen. Gemeinsam mit der Wispag, der Betreiberin des Stadions, wird der FC Wil nun prüfen, welcher Ort und welches Material am besten geeignet ist. Der nächste Schritt ist also ein weiteres Gespräch. Wann genau das Logo aufgehängt wird und wie es dereinst genau gestaltet wird, ist noch unklar.

Der Fussballclub ist mit dem Ergebnis der Aussprache zufrieden. «Unsere Anliegen wurden ernstgenommen», sagt Kommunikationsleiter Dani Wyler. Und lange dürfte es wohl nicht mehr dauern, bis für die Zuschauer auch von aussen erkennbar ist, welche Fussballmannschaft im Bergholz zu Hause ist. «Wir wollen so schnell wie möglich mit der Wispag zusammensitzen», sagt Wyler.

So könnte sich der FC Wil das Logo am künftigen Dach der Gegentribüne vorstellen. Visualisierung: PD

So könnte sich der FC Wil das Logo am künftigen Dach der Gegentribüne vorstellen. Visualisierung: PD

Auch von Seiten der Stadt sind zur Aussprache nur positive Worte zu hören. Stadtpräsidentin Susanne Hartmann sagt: «Was wir erreichen wollten, haben wir erreicht.» Sie sei sehr zufrieden.

Doch was bewog den Stadtrat so plötzlich zum Einlenken? «Die Stadt hatte immer Verständnis für den Wunsch nach dem Logo», so Hartmann. Und solange dieses keine baulichen Veränderungen mit sich gebracht hätte, sei dagegen nie etwas einzuwenden gewesen.

Auch Stadiondach war Thema

Das Logo war am Donnerstag nicht das einzige Thema. So haben sich die Parteien auch über das geplante Dach der Gegentribüne unterhalten. Auch da scheint es vorwärtszugehen. «In nächster Zeit wird es zwischen dem FC Wil und dem BUV ein weiteres Gespräch geben in Bezug auf bauliche Fragen», sagt die Stadtpräsidentin. Und ergänzt: «Das letzte Wort hat hier das Parlament.»

Der Zwist zwischen der Stadt und dem FC Wil ist nun also beigelegt – vorerst. Wie lange der Friede währt, wird sich zeigen.