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SRF-KOMMENTATOR: Im Pensionsalter zu Teleclub

Sportkommentator Dani Wyler aus Wil wird Ende Januar 2017 nach knapp 29 Jahren bei SRF pensioniert. Um weiter live über die Super League berichten zu können, wechselt er zum Bezahlsender Teleclub.
Simon Dudle
Will auch weiterhin live über die Super League berichten: Noch SRF-Mann Dani Wyler. Bild: Oscar Alessio/SRF

Will auch weiterhin live über die Super League berichten: Noch SRF-Mann Dani Wyler. Bild: Oscar Alessio/SRF

Er ist hinter «Beni national» der zweit-dienstälteste Fussball-Kommentator beim Schweizer Fernsehen SRF. Seit März 1988 berichtet er über den nationalen und internationalen Fussball. Mit dem Sportvirus ist er aber schon deutlich länger infiziert, hat er doch bereits als Vierjähriger mit seinem Vater das erste Fussballspiel live im Stadion gesehen. Darum ist für ihn auch nicht vorstellbar, plötzlich von hundert auf null zu reduzieren. Dies wäre im Januar 2017 möglich, wenn Wyler seinen 65. Geburtstag feiert und pensioniert wird.

Bei SRF hätte man ihn gerne behalten, aber «nur» für Fussball-Zusammenfassungen und nicht für Live-Übertragungen. «Der Zeitpunkt ist gekommen, um jungen Kommentatoren Platz zu machen. Da möchte ich niemandem vor der Sonne stehen», sagt Wyler. Darum wechselt er per Februar 2017 zum Bezahlsender Teleclub. Es ist geplant, dass er pro Wochenende eine Partie der Super League live kommentiert. Am Hauptsitz in Volketswil trifft er auf seinen 35jährigen Sohn Gianni, der bei Teleclub als Kommentator und Moderator tätig ist.

Vermehrt als Beizer im Einsatz

Womöglich wird Dani Wyler auch Challenge-League-Spiele kommentieren. Der Bezahlsender überträgt pro Runde bis zu zwei Partien aus der zweithöchsten Spielklasse live. So ist vorstellbar, dass sich Wyler Spielen des FC Wil annimmt. Und wie sieht der Sportkommentator die Entwicklungen beim Äbtestädter Fussballclub mit dem türkischen Investor? «Es ist ein komplizierter Vorgang. Die Vorkommnisse sind von aussen schwierig zu beurteilen. Es dürfte unmöglich sein, einfach ein Team zusammenzukaufen und damit Erfolg zu haben. Die Mannschaft muss zusammenwachsen. Ein solches Projekt braucht Zeit. Roman Abramowitsch wurde mit Chelsea auch nicht in der ersten Saison Champions-League-Sieger.»

Dani Wyler wohnt seit vier Jahren in Wil, wo er sich «sauwohl» fühlt. Er ist verheiratet mit der SP-Stadtparlamentarierin Mirta Sauer. Am öffentlichen Leben nimmt er auf verschiedenen Ebenen teil. Im Restaurant Linde hat er während der Fasnacht als Beizer ausgeholfen – und Gefallen daran gefunden. Er pflegt gute Kontakte zu Werner Scherrer und Isabelle Dionisio, die unlängst das Restaurant Barcelona beim Wiler Viehmarkt-Parkplatz eröffnet haben. Ab Februar will er dort vermehrt aushelfen.

Auch beim FC Wil ist Wyler aktiv. Und zwar in der Mannschaft Ü40, bis vor ein paar Jahren noch Senioren genannt. Mit 64 Jahren ist er zwar der älteste, der sportliche Ehrgeiz wird aber immer wieder von Neuem geweckt. So auch am Montagabend, als in Bütschwil ein 2:0-Sieg resultierte. «Solange ich rennen kann, werde ich Fussball spielen», sagt Wyler.

Einsätze mit Toni Polster als Höhepunkt

In über 28 Jahren beim Schweizer Fernsehen ist so manche Episode zusammengekommen. Im Champions-League-Final 1999 war für Wyler die Entscheidung kurz vor Schluss gefallen: Bayern München führte gegen Manchester United 1:0 und Trainer Ottmar Hitzfeld wechselte Lothar Matthäus aus. Wyler sagte, dass sich Hitzfeld dies bei der Überlegenheit ruhig leisten könne. Manchester siegte dank zwei Toren in der Nachspielzeit 2:1. Auch die Heim-Euro 2008, bei welcher er zusammen mit Toni Polster kommentierte, war ein Höhepunkt. Bis heute verbindet die beiden eine Freundschaft.

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