Spuck-Vorfall: Keine Sperre für FC-Wil-Spieler

WIL. Am vergangenen Samstag hat der Ostschweizer Challenge-League-Verein FC Wil mit einem 3:2-Heimerfolg gegen Xamax nach zuvor fünf Pflichtspielen ohne Sieg auf die Siegerstrasse zurückgefunden.

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WIL. Am vergangenen Samstag hat der Ostschweizer Challenge-League-Verein FC Wil mit einem 3:2-Heimerfolg gegen Xamax nach zuvor fünf Pflichtspielen ohne Sieg auf die Siegerstrasse zurückgefunden. Aber nicht nur das: In einem turbulenten Spiel gab es neben zwei Platzverweisen kurz vor Schluss eine strittige Szene. Nach einem Rencontre im Bereich der Spielfeldmitte kam es zu einer Aktion, über deren Inhalt sich die Geister scheiden. Wils André Santos soll in Richtung des am Boden liegenden Charles-André Doudin gespuckt haben. Der gestern zurückgetretene Xamax-Trainer Roberto Cattilaz hatte am Samstag gesagt: «Der vierte Offizielle hat es gesehen, aber nichts gemacht. Für mich eine klare rote Karte.»

Nichts rapportiert

Santos selber beteuerte, dass er auf den Boden gespuckt habe und nicht Richtung Gegenspieler. Nun steht das Strafmass fest: keines. Philippe Guggisberg, Sprecher der Swiss Football League, bestätigte auf Anfrage, dass ein Vorfall am Tag nach dem Spiel geahndet werden müsste, damit er Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Dies sei nicht geschehen, und auch Schiedsrichter Fedayi San habe nichts rapportiert.

Nur Sahin gesperrt

Somit hat Santos nichts zu befürchten und ist am Samstag gegen Biel spielberechtigt. Gesperrt ist dann bei Wil nur Selçuk Sahin, der gegen Xamax nach knapp einer Stunde des Feldes verwiesen wurde. Die Bieler müssen auf ihren Captain Kreso Ljubicic verzichten. Der Kroate wurde am Montag im Spiel gegen Chiasso (1:1) zum viertenmal in dieser Saison verwarnt und fehlt in Wil gesperrt. (sdu)