Sprechchöre für die Legionärin

TISCHTENNIS. Rahel Aschwanden spielt in der laufenden Saison nebst dem NLB-Team des TTC Wil auch beim elsässischen Spitzenclub Schiltigheim in der zweithöchsten französischen Liga. Dort zeigt man sich besonders angetan von der Legionärin. Präsident Olivier Jung gerät ins Schwärmen.

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Rahel Aschwanden (Bild: pd)

Rahel Aschwanden (Bild: pd)

TISCHTENNIS. Rahel Aschwanden spielt in der laufenden Saison nebst dem NLB-Team des TTC Wil auch beim elsässischen Spitzenclub Schiltigheim in der zweithöchsten französischen Liga. Dort zeigt man sich besonders angetan von der Legionärin. Präsident Olivier Jung gerät ins Schwärmen. «Sie spielt dynamisch, ist athletisch, Rahel wird immer stärker», fasste er seine Eindrücke zusammen, als die Toggenburgerin ihren zweiten Punkt zum 4:1-Sieg des Tabellendritten Schiltigheim gegen Saint-Pierraise beigesteuert hatte und von 250 begeisterten Zuschauern mit «Rahel, Rahel!»-Sprechchören gefeiert wurde. «Sie versprüht Energie, weckt Emotionen», fügte ein Besucher an. Sein Kollege sprach vom Schweizer «Publikumsliebling».

Dass die mit Strassburg zusammengebaute, 30 000 Einwohner zählende Stadt Schiltigheim an der Weinstrasse liegt und als Biermetropole gilt, spielte beim Transfer von Weil am Rhein ins Elsass keine Rolle. «Wir sind eine grosse Familie, es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Und das Niveau ist einiges höher als in der Schweiz oder bei Weil. Der Wechsel war bisher der beste Entscheid meiner Karriere», sagte Rahel Aschwanden.

Nummer 98

Dabei kauften die Franzosen die Katze halbwegs im Sack, wussten nicht richtig, welche Position die in Wien professionell trainierende Tischtennis-Weltenbummlerin Rahel Aschwanden im Team einnehmen würde. So sind national nahezu alle Spielerinnen der zweithöchsten Liga höher eingestuft als die beste Schweizerin. Was die Nr. 98 (in Frankreich) kann, erlebte auch Ioana Popescu (Nr. 48), die von der Aussenseiterin in drei Sätzen vom Tisch gefegt wurde.

Bei Schiltigheim bilden eine Schweizerin, eine Engländerin und zwei Sloweninnen das Stammquartett des Kaders. In andern Ländern ist es unvorstellbar, dass die Ausländerinnen den Ton angeben. «In Frankreich ist die Situation anders», erklärt Rahel Aschwanden, «weil beispielsweise viele Chinesinnen im Land wohnen. Für mich ist diese Ausgangslage ideal, weil ich davon profitieren kann.» (uhu)

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