Sportplatzsanierung gibt zu reden

Der FC Flawil hielt eine ausserordentliche Hauptversammlung zur Erneuerung der Sportplätze ab. Beim Traktandum über die Finanzierung kam es am Freitagabend zu einer lebhaften Diskussion.

Elmar Ziegler
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FUSSBALL. Am Dienstag, 27. November, wird an der Bürgerversammlung über einen Kredit der Gemeinde Flawil von gut 2,6 Millionen für die Erneuerung der Sportplätze abgestimmt. An der ausserordentlichen Hauptversammlung des FC Flawil wurde das ausgearbeitete Projekt, das von allen Parteien als optimal bezeichnet wird, vorgestellt. Der Fussballclub ist dabei als Bauherr für die Sportplatzerneuerung im Baurecht verantwortlich.

Projektteam gegründet

Das nun ausgearbeitete Projekt bringt für den Trainings- und Spielbetrieb für den Fussballclub mit dem neuen Kunstrasenspielfeld, das Normgrösse für Wettspiele hat, neue Möglichkeiten. Für die 22 Mannschaften könnte somit ein geregelter Betrieb aufrechterhalten werden.

Für die Umsetzung wurde in den vergangenen Tagen ein Projektteam von sieben Personen zusammengesetzt. Diese Projektorganisation besteht aus Vorsitzer Urs Diethelm (J+S-Coach des FC Flawil), Hans Fässler (FC-Präsident), Andreas Eisenring (Kassier der Supportervereinigung), Werner Niedermann (FC-Sportchef), Anton Keller (Präsident Goldbachclub), einem Vertreter der Engeler Freiraumplanung AG und René Bruderer (Bauverwalter Gemeinde Flawil).

Sanierung erfolgt gestaffelt

Der Baubeginn soll im Juni 2013 erfolgen, mit der Erteilung für die Baubewilligung wird im Mai gerechnet. Zwischen Juli und November 2013 soll das Kunstrasenfeld in kurzer Bauzeit erstellt werden. Nachdem darauf der Trainings- und Spielbetrieb aufgenommen wird, erfolgt der Bau des neuen Rasenspielfeldes im Januar 2014. Bei optimalen Witterungsverhältnissen sollten diese Arbeiten bis zu den Sommerferien 2014 abgeschlossen sein, so dass im Herbst 2014 oder spätestens im Frühling 2015 der Betrieb auf dem neuen Rasenfeld aufgenommen werden kann.

Eine rege Diskussion löste das Traktandum über die Finanzierung der Eigenleistung des FC Flawil von 150 000 Franken aus. Von der Vereinsleitung wurde dazu ein Finanzplan erstellt, womit diese Kosten durch spezielle Aktionen gedeckt werden sollen, da aus der FC-Kasse keine Mittel zur Verfügung stehen. Nebst Beiträgen aus den Gönnervereinigungen, dem Abschluss eines neuen Biervertrages und einem Beitrag aus dem Erfolg des 100-Jahr-Jubiläums sind unter anderem Anlässe mit zwei Sponsorenläufen und einem 200er-Spiel geplant.

Fragen zum Finanzplan

Einige Mitglieder meldeten sich mit kritischen Voten über die Finanzierung zu Wort. Haro Niedermann erkundigte sich über Sicherheit des Finanzplans und forderte die Kommission auf, mit einer Bürgschaft dieses Projekt sicherzustellen.

Zudem wurden die Verantwortlichen aufgefordert, weitere Massnahmen wie etwa Anteilscheine oder eine neugeschaffenen Genossenschaft, Darlehen oder ausserordentliche Mitgliederbeiträge für zwei Jahre zur Geldbeschaffung zu prüfen.