Sportplatz Kett: Das Volk entscheidet

SIRNACH. Der designierte Vereinspräsident des FC Sirnach ist mit den infrastrukturellen Gegebenheiten für die Fussballer nicht zufrieden. Nun kommt Bewegung in die Sache. Der Gemeinderat legt den Stimmbürgern an der Gemeindeversammlung im Dezember einen Kredit vor.

Simon Dudle
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Nicht mehr zeitgemäss: Dem Hauptspielfeld des FC Sirnach fehlt es an einer Beleuchtung. (Bild: Simon Dudle)

Nicht mehr zeitgemäss: Dem Hauptspielfeld des FC Sirnach fehlt es an einer Beleuchtung. (Bild: Simon Dudle)

Beim FC Sirnach gibt es einige Baustellen. Das Fanionteam hat in der 2. Liga inter die vergangenen elf Spiele nicht gewonnen und weist vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf. Der Schuh drückt aber auch bei der Infrastruktur. Dem Hauptspielfeld fehlt eine Beleuchtung, Garderoben und Spielfelder hat es weniger als beim einwohnermässig kleineren Nachbar Münchwilen. In der eigentlichen Heimat des FC Sirnach, der Kett, gibt es neben dem Hauptfeld gerade mal ein Trainingsfeld, dazu kommt der Grünau-Rasen neben dem Oberstufenschulhaus.

An einen Tisch sitzen

Für 400 Mitglieder sei das zu wenig, findet der designierte Vereinspräsident, Eugenio Marsicovetere. Er hat sich auf die Fahne geschrieben, die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. Er sagt: «Die Situation ist unbefriedigend. Das betrifft nicht nur uns als Fussballclub. Wenn ich mich in die Lage eines Familienvaters versetze und mir der Verein und die Gemeinde keine zufriedenstellenden Rahmenbedingungen für meinen Sohn präsentieren können, dann überlege ich mir, ob ich in der richtigen Gemeinde wohne.» Er möchte mit den Gemeindevertretern möglichst schnell an einen Tisch sitzen und die Situation besprechen.

Unabhängig davon lässt Gemeindepräsident Kurt Baumann verlauten, dass sich in dieser Thematik etwas tut. «Wir werden an der Gemeindeversammlung am 17. Dezember einen Kredit betreffend Sportplatz Kett den Stimmbürgern vorlegen», sagt Baumann. Wie hoch dieser sein wird und was mit dem Geld genau gemacht werden soll, möchte er erst in der zweiten Hälfte des Novembers kommunizieren, wenn die Unterlagen zur Gemeindeversammlung an alle Haushalte verschickt wurden. «Wir sind noch in der Ausarbeitung der Botschaft», sagt das Gemeindeoberhaupt.

Kredit eingehalten

Aus dem Gemeindehaus ist derweil zu vernehmen, dass zwischen 2010 und 2014 knapp eine Viertelmillion Franken in die Sportanlage Kett investiert worden ist. Dies geht auf einen Beschluss der Stimmbürger im Jahr 2010 zurück, die damals einen Betrag von 232 500 Franken genehmigt hatten. 2011 war für knapp 16 000 Franken eine Solaranlage auf dem Dach des Clubhauses installiert worden. Im gleichen Jahr wurde dieses für gut 19 000 Franken aufgefrischt. In den fünf Jahren wurden zudem Platzsanierungen für jährlich 34 000 beziehungsweise 38 000 Franken vorgenommen. Der gesprochene Kredit wurde um marginale 0,44 Prozent (1026 Franken) überschritten, wie die Gemeinde gestern vermeldete.