SPORTPARK BERGHOLZ: Das Loch ist gestopft

Die Wiler Sportanlagen scheinen finanziell über dem Berg zu sein. Zum zweiten Mal wurde ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet. Allerdings gibt es auch nach drei Jahren noch immer Probleme.

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Im Wiler Freibad hatte es weniger Besucher als 2015. (Bild: pd)

Im Wiler Freibad hatte es weniger Besucher als 2015. (Bild: pd)

Mit knapp 395000 Franken ist der Gewinn fast doppelt so hoch wie im Vorjahr (rund 213000 Franken). Somit ist das Loch, das im ersten Jahr resultiert hatte, binnen zweier Jahre vollständig gestopft worden. Damals hatte ein Verlust von fast 600000 Franken zu Buche geschlagen. Das Stadtparlament bewilligte eine Nachtragszahlung von 300000 Franken. «Nun gilt es, Reserven und Rückstellungen zu bilden, um die notwendigen Erneuerungen der Anlage, aber auch zusätzliche Betriebseinrichtungen zu finanzieren», sagt Christian Tröhler, Verwaltungsratspräsident der Wiler Sportanlagen AG (Wispag).

«Im dritten Betriebsjahr sind die Besucherzahlen vor allem im Wellness, im Hallenbad und in den Massagen gestiegen», sagt Tröhler. Gesamthaft wurden genau 306258 Eintritte gezählt – etwa 20000 weniger als im Vorjahr. Ein Blick in die Detailstatistik liefert den Grund: viel Regen im Mai und Juni. Im Wonnemonat wurden in den beiden Wiler Freibädern Bergholz und Weierwise nur rund 2400 Personen gezählt. Im Juni waren es ebenfalls nur rund 7100. Zum Vergleich: Im August tummelten sich über 26000 Personen in den beiden Freibädern. Gesamthaft wurden in diesen beiden Einrichtungen rund 69000 Gäste gezählt – ein Rückgang um rund 23000 Personen verglichen mit dem Vorjahr. Ins Hallenbad kamen hingegen rund 14000 Personen mehr als noch 2015, nämlich rund 168000 Personen.

Wispag-Verwaltungsratspräsident Tröhler berichtet mit Blick auf das abgelaufene Jahr auch von zwei Sorgenkindern. Einerseits bereitet die Restauration im Bergholz noch immer Sorgen. Die Schwankungen der Besucherzahlen seien weiterhin hoch, was die Einsatzplanung der Mitarbeiter anspruchsvoll mache. Anderseits ist die Behebung der Baumängel auch nach dem dritten Geschäftsjahr noch immer ein Thema. Zahlen dazu stehen im Jahresbericht nicht. Die Wasserverluste der Vorjahre hätten zwar wesentlich reduziert, aber noch immer nicht gänzlich eliminiert werden können.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch