Sportliche Ziele trotz mehrmaligen Trainerwechseln nicht erreicht

Zum FC und EC Wil Gibt es Gemeinsamkeiten beim EC Wil und FC Wil? Eine erste Gemeinsamkeit besteht darin, dass beide Vereine die sportlich gesetzten Ziele auch mit mehrmaligem Trainerwechsel nicht erreichten.

Paul Grob, Wil
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Die Feuerwehrleute mussten an die Ecke Bronschhoferstrasse/Haldenstrasse in Wil ausrücken. (Bild: Philipp Haag)

Die Feuerwehrleute mussten an die Ecke Bronschhoferstrasse/Haldenstrasse in Wil ausrücken. (Bild: Philipp Haag)

Beim EC Wil hat man teilweise wöchentlich von Kanterniederlagen und von der roten Laterne gelesen. Hinter vorgehaltener Hand spricht man von einer längst (über-)fälligen Remedur von ganz oben. Der FC Wil steht einmal mehr im unrühmlichen Rampenlicht der regionalen und nationalen Medien. Dies nicht primär wegen der verfehlten sportlichen Ziele. So steht u.a. in der Zeitung «Südostschweiz» unter «Kommentar zur finanziellen Schieflage des FC Wil» und der Überschrift «Roger Bigger – der neue Bestatter», dass der alte und neue Präsident vom FC Wil eine Hauptfigur vom zweiten Drama FC Wil sei.

Mein absolutes Unverständnis beim Verkauf des FC Wil vor 19 Monaten an einen türkischen Investor wurde von einigen Fantasten nicht geteilt, in der Zwischenzeit jedoch bestätigt. Meine Frage war damals: Welchen Zweck verfolgt ein türkischer Investor bei einem regional verankerten Chal­lenge-League-Club? Diese Frage wird mir wohl nie wahrheitsgetreu beantwortet. Zwischen St. Gallen und Zürich hat, nicht zuletzt wegen dem Sponsoring, kaum ein weiterer Super-League-Club Platz.

Die vordringlichste Frage lautet heute: Wie kann der FC Wil finanziell gerettet werden? Es stellt sich für mich überhaupt nicht die Frage, ob allenfalls die Stadt Wil bzw. die Steuerzahler den FC Wil finanziell unterstützen. Mit dem neuen Stadion Bergholz wurde die Basis für einen zeitgemässen und regionalen Sport geschaffen. Primär ist der alte und neue Präsident gefordert, zumal er gemäss einem Insider von Günal mit dem Teilverkauf seiner Aktien einen hohen siebenstelligen Betrag erhalte haben soll.

In einem weiteren Zeitungskommentar wird die ironische Frage aufgeworfen, ob Philippe Gaydoul, Unternehmer und ehemaliger Besitzer der Kloten Flyers, der ideale Retter vom über hundertjährigen Verein als ein Adolf Ogi der Mannschaftsportarten wäre. Meines Erachtens mehr als reine Ironie.

Nochmals zur eingangs gestellten Frage: Beide Vereine haben es in jüngster Vergangenheit nicht geschafft, über den Breitensport regional verwurzelte Teams aufzubauen mit dem Ziel, die sportlich gesetzten Ziele nachhaltig zu erreichen. Ich hoffe, dass die Zeit wiederkommt, wo man u.a. die Namen Meier, Müller, Huber und Schär als Verantwortliche, Spieler und Trainer wiederfindet. Hopp Wil!

Paul Grob, Wil

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