Spitex-Vereine rücken näher zusammen

ST. MARGARETHEN. Es gibt zunehmend mehr pflegebedürftige Menschen und ausserdem neue gesetzliche Regelungen. Das zwingt die Spitex-Vereine Münchwilen-Eschlikon, Sirnach, Tannzapfenland (Bichelsee-Balterswil, Fischingen) und Wängi zu einer vertieften Zusammenarbeit.

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Petra Sewo Präsidentin Spitex Münchwilen-Eschlikon (Bild: Christoph Heer)

Petra Sewo Präsidentin Spitex Münchwilen-Eschlikon (Bild: Christoph Heer)

ST. MARGARETHEN. Es gibt zunehmend mehr pflegebedürftige Menschen und ausserdem neue gesetzliche Regelungen. Das zwingt die Spitex-Vereine Münchwilen-Eschlikon, Sirnach, Tannzapfenland (Bichelsee-Balterswil, Fischingen) und Wängi zu einer vertieften Zusammenarbeit.

«Bereits Anfang Mai liefen die ersten Gespräche», sagt Petra Sewo, Präsidentin des Spitex-Vereins Münchwilen-Eschlikon. Sie erklärt: «Weil es immer mehr Menschen gibt, die Spitex-Leistungen beanspruchen, müssen wir immer mehr Stunden aufwenden und entsprechend das nötige Fachpersonal rekrutieren.» Der Weg, auf welchem die Spitex dieses Personal künftig anwerben wolle, bereite ihr am meisten Sorgen. Denn der 24-Stunden-Betrieb ist in naher Zukunft Standard. «Die Rund-um-die-Uhr-Betreuung darf das Arbeitsgesetz nicht tangieren», sagt die Präsidentin, «und es ist schwierig, geeignetes Personal zu finden.»

Am 1. Juli traten zudem die neuen Weisungen des kantonalen Departements für Finanzen und Soziales betreffend die Bewilligung und den Betrieb von Spitex-Organisationen in Kraft. Diese bildeten das «Tüpfchen auf dem i», sagt Sewo.

Dreifache Spezialisierung

Die vier Spitex-Organisationen müssten sich, um angepassten Service zu leisten, weiter professionalisieren und spezialisieren. Das betreffe die drei Bereiche Akut- und Übergangspflege, beispielsweise bei Entlassungen von Patienten aus dem Spital, die Palliative Care bei der Betreuung sterbenskranker Menschen sowie die Psychiatrie-Spitex.

Die vertiefte Zusammenarbeit verlange eine gute Koordination. «Die vier Vereine sind auf Führungsebene verschieden organisiert», sagt Petra Sewo. Wie die Zusammenarbeit im Detail aussieht, kann sie noch nicht sagen. Die Verantwortlichen arbeiteten das Projekt derzeit aus, bis Mitte 2015 müsse das Konzept dann stehen. Letztlich ginge es darum, die Existenz der Nonprofitorganisation Spitex im Hinterthurgau zu sichern. (tva)