SPITEX: Sirnach sagt einstimmig Ja

Die Mitglieder stellen sich hinter die Fusion im Hinterthurgau. Bichelsee-Balterswil und Fischingen stimmten vergangene Woche zu. Kommende Woche kann Münchwilen-Eschlikon das Projekt endgültig absegnen.

Christoph Heer
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Spitex-Sirnach-Präsidentin Traudi Schönegger sucht zu Beginn der Versammlung den Besitzer einer gefundenen Brille – mit Erfolg. (Bild: Christoph Heer)

Spitex-Sirnach-Präsidentin Traudi Schönegger sucht zu Beginn der Versammlung den Besitzer einer gefundenen Brille – mit Erfolg. (Bild: Christoph Heer)

Christoph Heer

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Zwei von drei Vereinen haben Ja gesagt zur geplanten Spitex-Fusion, welche Anfang des nächsten Jahres vollzogen werden soll. Wie schon vor Wochenfrist in Bichelsee diejenigen des Vereins Tannzapfenland, sagten auch die Stimmberechtigten der Spitex Sirnach einstimmig Ja zur Spitex Regio Tannzapfenland. Entscheiden wird die Spitex Münchwilen-Eschlikon, deren Mitgliederversammlung am 10. Mai in Münchwilen stattfindet.

Mitglieder genehmigen alle Geschäfte

Vorgestern tagten die Sirnacher, 65 Personen zählte die 22. Mitgliederversammlung, welche alle traktandierten Geschäfte genehmigte. Vereinspräsidentin Traudi Schönegger betonte betreffend Fusion, wie weit man sich bereits vorgearbeitet hat. «Der Vorstand war im vergangenen Jahr zu einem grossen Teil mit der Projektarbeit für die Fusion beschäftigt. Infolge der Fusionspläne war es uns wichtig, den Betrieb auf dem Niveau des Vorjahres zu stabilisieren und die Kosten möglichst tief zu halten.» So dürfe gesagt werden, dass Sirnach ein attraktiver Partner für die geplante Fusion sei. Schönegger betonte, dass die Spitex Sirnach ein gesunder Betrieb sei, mahnte aber davor, nachlässig zu werden. «Weiterhin muss betriebswirtschaftlich gedacht, organisiert und gearbeitet werden. Es ist unsere Pflicht den Klienten eine hohe Qualität zu bieten und die Kosten so tief wie möglich zu halten.»

Von Gemeindepräsident Kurt Baumann ist man sich gewohnt, dass er ein Grusswort von politischer Seite her an die Spitex richtet. So sagte auch er, dass die Fusion unabdingbar sei: «Der Gemeinderat hat sich einstimmig für die Fusion ausgesprochen und dies aus guten Gründen.» So helfe etwa die Spitex mit, dass seitens Politischer Gemeinde gute Jahresabschlüsse erreicht werden konnten. Kritischere Worte folgten. So betitelte Kurt Baumann das Gesundheitswesen als eine «Dauerbaustelle».

Traudi Schönegger sagte, dass alle 55 Mitarbeiter der drei Vereine von der neuen Spitex Regio Tannzapfenland übernommen werden. «Geplant ist zudem, dass es für eine erste Testphase zwei Stützpunkte geben wird, einer in Sirnach und einer in Münchwilen. Wo wir die Geschäftsstelle unterbringen werden, ist aber bis dato noch ungewiss.» Langfristig gesehen sei das Erfüllen des Leistungsauftrags nur in tadelloser Zusammenarbeit möglich. Worte, die wohl bis Münchwilen und Eschlikon hallen: Die Zeichen stehen auch dort klar auf Fusion.