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Der Druck auf die Regierung wächst: Kommission zur Spitalpolitik schlägt Spezialklinik für Flawil vor

Die parlamentarische Kommission zur Spitalpolitik drängt auf Entscheide zu den Spitalstandorten – und schlägt Flawil als Aussenstandort des Kantonsspitals vor.
Tobias Söldi
Für den Standort Flawil schlägt die parlamentarische Kommission Spitalpolitik die Weiterentwicklukng zu einer Spezialklinik vor. (Bild: Ralph Ribi)

Für den Standort Flawil schlägt die parlamentarische Kommission Spitalpolitik die Weiterentwicklukng zu einer Spezialklinik vor. (Bild: Ralph Ribi)

Der Druck auf die Regierung wächst. Die parlamentarische Kommission zur Spitalpolitik (siehe Kasten) fordert raschere Entscheide zu den Spitalstandorten im Kanton. Noch in diesem Jahr soll die Regierung dem Kantonsrat eine Vorlage zur zukünftigen Spitalpolitik zuleiten, heisst es in der entsprechenden Mitteilung vom Montag.

Darin macht die Kommission auch Vorschläge für die Zukunft der einzelnen Spitalstandorte, darunter für das Spital Flawil. Dieser bildet zusammen mit dem Kantonsspital und dem Spital Rorschach die Spitalregion 1. Rorschach und Flawil könnten, so die Kommission, als Aussenstandorte des Kantonsspitals St. Gallen weiterentwickelt werden.

«In Flawil zum Beispiel als Spezialklinik oder als Klinik mit spezialisierten stationären Angeboten, in Rorschach als ambulantes Operationszentrum.»

Die Kommission Spitalpolitik

Angesichts der Entwicklungen im st.-gallischen Spitalwesen beschloss der Kantonsrat in der Junisession des vergangenen Jahres die Bestellung der Kommission «Spitalpolitik». Die Kommission hat 21 Mitglieder und wird von SVP-Kantonsrat Walter Gartmann aus Mels präsidiert. Ihr Zweck ist die Begleitung der Strategieentwicklung im Spitalwesen. Auch die Region ist in der Kommission vertreten: Mitglieder sind Erwin Böhi (SVP, Wil), Peter Hartmann (SP, Flawil) und Dario Sulzer (SP, Wil). (tos/pd)

Spezialklinik oder private Anbieter

Elmar Metzger, Gemeindepräsident Flawil

Elmar Metzger, Gemeindepräsident Flawil

In Flawil wird der Vorschlag aus der Kommission positiv aufgenommen. «Er entspricht der Empfehlung des Gemeinderates», sagt Gemeindepräsident Elmar Metzger. Man habe von Anfang an zwei Möglichkeiten für die Zukunft des Spitals Flawil vorgeschlagen: Die Weiterentwicklung zu einer Spezialklinik, wie sie die Kommission nun auch vorschlägt, oder die Übernahme und Weiterführung des Spitals durch einen privaten Anbieter.

In Bezug auf die zweite Option laufen zurzeit Gespräche zwischen dem Lenkungsausschuss und einer privaten Klinikgruppe, an denen auch die Gemeinde teilnimmt. Konkrete Ergebnisse aus diesen Gesprächen kann Metzger aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mitteilen. «Wir sind für beide Optionen offen. Der Entscheid liegt letztlich beim Kantonsrat», sagt Metzger.

«Unser Hauptanliegen ist es, dass Flawil auch im Jahr 2030 eine wichtige Funktion im Gesundheitswesen des Kantons St. Gallen erfüllt.»

Eine Notfallstation für Wattwil

In der Kommission diskutiert wurde auch die Zukunft der Standorte Wil und Wattwil. Sie bilden zusammen die Spitalregion Fürstenland Toggenburg. In Wil sei die Aufrechterhaltung des heutigen Angebots anzustreben – vorläufig in den bestehenden Räumlichkeiten –, wobei es das zukünftige Angebot in Wattwil zu berücksichtigen gelte.

Dort steht für die Kommission ein Ärztehaus mit Notfallstation zur Diskussion. «Zu prüfen sind stationäre Angebote in den Bereichen Suchtzentrum, Akutgeriatrie, Schmerzklinik oder Psychiatrie». Auf einen weiteren Ausbau in Wattwil ist aus Sicht der Kommission zu verzichten. Die nächste Sitzung der Kommission steht am 9. September an. Dann wird das weitere Vorgehen festgelegt.

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