SPIELGRUPPE: Kleine Bauern im Chatzepfötli

In der Bauernhofspielgruppe in Boxloo können die Kinder sich richtig austoben. Traktor fahren, Hühner streicheln, Kühe füttern und im Stroh herumtollen gehört dazu.

Natalie Milsom
Drucken
Teilen
Samba, das Pferd, geniesst die Streicheleinheiten.

Samba, das Pferd, geniesst die Streicheleinheiten.

Natalie Milsom

natalie.milsom@wilerzeitung.ch

Vier Mädchen kuscheln sich ganz nahe an Kajo, den Hund. Ein fünftes, das gerade noch das Pferd gestreichelt hat, kommt ­angerannt. Alle rutschen noch etwas näher zusammen, damit es auch noch Platz findet. Das Pferd schaut gelassen zu. Es wird bald auch wieder gestreichelt. 14 Kinder zwischen drei und vier Jahren sind am Montagmorgen in der Spielgruppe Chatze­pfötli in Boxloo, oberhalb von Rossrüti. Roswita Hollenstein, die die Spielgruppe vor fünf Jahren gegründet hat, erklärt: «Dienstag bis Donnerstag sind es zehn Kinder, da bin ich allein. Montags ist jeweils Andrea Koller mit dabei.» Aber auch an den andern Tagen seien immer noch mehr Leute auf dem Hof. Zum Beispiel die Schwiegereltern, die auf dem Gelände wohnen und gerne mithelfen, wenn sie gebraucht werden.

Erster Halt sind die Ziegen, die freudig begrüsst werden. Im Morgenkreis werden alle Kinder von der Spielgruppenkatze Mogli begrüsst, und dann singen sie gemeinsam ein Lied. Nach einer lustigen Geschichte, natürlich zum Thema Bauernhof, spielen die Kinder auf dem Hof.

Tiere füttern braucht viel Kraft und macht Spass

Lars, Janic und Yan sind im Stall. «Wir füttern immer zuerst die Kühe. Da müssen wir viel schaufeln. Die Kühe mögen das Essen aus der Ecke lieber, darum holen wir es ihnen», erklären sie und schaufeln fleissig mehr Futter in den Traktor.

Heute ist ein besonderer Tag: Da Yan Geburtstag hatte, dürfen alle Kinder auf Schlümpfli, dem Pony, reiten. Zuerst wird es ausgiebig gestriegelt.

Julia freut sich immer riesig aufs Reiten. «Das Rösslireiten gefällt mir am allerbesten.» Und schon ist sie an der Reihe und darf eine Runde um den Hofplatz drehen. Roswita Hollenstein spielt auf der Mundharmonika, und alle Kinder kommen. «Es ist Zeit, die Hühner zu besuchen.» Die Kinder marschieren los zum Hühnerhaus. Zuerst dürfen sie einzelne Hühner streicheln, und dann darf jedes Kind in den Stall hinein, um ein Ei zu suchen, welches sehr vorsichtig in die Eierschachtel gelegt wird.

Es ist 11 Uhr, die Kinder haben ihren Znüni gegessen und die Rucksäcke gepackt. Die Spielsachen sind versorgt und die Tiere zum Abschied gestreichelt. Sie warten ungeduldig. Bald werden sie von ihren Eltern abgeholt. Aber zuerst dürfen sie noch im Heu herumspringen, Purzelbäume schlagen und sich nochmals richtig austoben.

Hinweis

Tag der offenen Tür im Chatze- pfötli, Boxloo, am Samstag, 25. März, von 14 Uhr bis 16 Uhr.