Spiele, Spass und Spannung

Zur Saisoneröffnung präsentierte sich der «Spielpark for rent» des Sirnachers Marcel Grossmann während zweier Tage auf der Hochwacht. Der neuartige Zeitvertreib lockte trotz kühlem Wetter viele kleine und grosse Besucher an.

Christoph Heer
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Armbrustschiessen: Keiner zu klein, ein Wilhelm Tell zu sein. (Bild: Picasa)

Armbrustschiessen: Keiner zu klein, ein Wilhelm Tell zu sein. (Bild: Picasa)

SIRNACH. Samstagnachmittag, ein kühler Wind bläst über die Hochwacht und lässt viele Fahnen waagerecht in der Luft flattern. Zum Glück regnet es nicht, recht kühl ist es trotzdem. Das stört eine richtige Spielernatur nicht. Denn Buggy-Run, Axtwerfen, Badeenten-Schiessen, Armbrustschiessen, Fussball-Croquet, Disc-Golf-Parcours und vieles mehr lenken die Besucher vom Wetter ab. Das ist ein exzellentes Spielparadies, welches sich Samstag und Sonntag auf der Hochwacht und dem Gelände von Familie von Bergen präsentiert. Das Team um Marcel Grossmann aus Sirnach hat keinen Aufwand gescheut und ermöglichte den vielen Kindern und Familien einen spassigen Spielparcours bei freiem Eintritt.

Spielpark zum Mieten

Grossmann besitzt bereits das mietbare «Casino for rent» und hat mit diesem grossen Erfolg. «Im vergangenen Jahr hatten wir um die 70 Engagements. Das bedeutete für meine 25 Mitarbeiter im Nebenerwerb einen grossen Aufwand.» Trotzdem liess den Spielfanatiker eine Idee nicht mehr los: einen Spielpark zu gründen, welcher mobil und flexibel einsetzbar ist. «Vor einem halben Jahr entstand die Idee für diesen Anlass hier auf der Hochwacht und dem ideal gelegenen Land. So haben wir 13 Spiele ausgewählt, welche sich hier bestens präsentieren lassen.» Alle Spiele seien Eigenkreationen und würden sonst nirgends angeboten. Als Zielpublikum werden Firmen, Hochzeits-, Geburtstagsgesellschaften oder Einkaufszentren in Erwägung gezogen. «Weg vom normalen Glücksrad hin zum <Wikinger Schach> oder <Fang die Sau>. Uns zeichnet aus, dass die Spiele auch indoor spielbar sind.»

Manchmal steckt die Axt

Der zehnjährige Jannik Vetsch aus Tuttwil wirft so lange Äxte, bis sie auf der Holzscheibe stecken bleiben. «Von allen Spielen hier macht Axtwerfen am meisten Spass. Aber auch beim Pfeilbogenschiessen und dem Badeenten-Schiessen hatte ich riesigen Spass», sagt er und wirft die nächste Axt Richtung Zielscheibe. Etwas ruhiger nimmt es indes Robert Ramsperger aus dem Kanton Aargau. Der Fünfjährige lässt sich beim Armbrustschiessen nicht aus der Ruhe bringen. Gutgelaunt kümmert sich das Helferteam um die Spieler. «Wie die Kinder aufblühen und sich beim einen oder anderen Ehrgeiz bemerkbar macht, ist interessant zu beobachten. Hauptsache, der Spassfaktor ist gross genug», sagt Cordula Süess.

Auch die Medienvertreter dürfen sich im Parcours versuchen. Wobei schnell klar ist, dass zumindest beim Entenschiessen die Kinder erfolgreicher sind. Ein hoher Spassfaktor, und für Marcel Grossmann vielleicht ein Geschäftszweig, der schweizweit für Furore sorgen könnte.

Ferngesteuerte Modelle: Beim Buggy-Run sind Fahrkünste gefragt. (Bilder: Christoph Heer)

Ferngesteuerte Modelle: Beim Buggy-Run sind Fahrkünste gefragt. (Bilder: Christoph Heer)