Spiel mit vielen Fehlern

Nach einer durchzogenen Partie verlor der EHC Uzwil am Dienstag gegen den EHC Pikes Oberthurgau mit 2:4.

Jan Brühwiler
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EISHOCKEY. Wer die Spiele des EHC Uzwil in dieser Saison verfolgt, kommt an einem Wort kaum je vorbei: Chancenverwertung. Allzu oft mussten die Uzwiler in dieser Saison das Eis verlassen mit dem Gefühl, eigentlich gar nicht schlechter als der Gegner gewesen zu sein. Trotzdem konnte die Mannschaft von Roger Bader zu Beginn der Saison kaum Punkte verbuchen. Die Niederlage gegen die Pikes EHC Oberthurgau am Dienstag nur mit mangelnder Chancenauswertung zu erklären wäre jedoch zu einfach. Im Spiel der Uzwiler passte einfach zu vieles nicht zusammen.

Freude währte nicht lange

In der 16. respektive 24. Minute trafen die Gäste zur Zweitore-Führung. Durch Hiltebrand und Fehlmann konnte Uzwil zwar den Ausgleich erzielen, doch die Freude währte nicht lange. Nur knapp 100 Sekunden nach dem Ausgleichstreffer gelang dem Oberthurgauer Pieroni mit einem Ablenker das Tor zum 2:3, und Zeller entschied das Spiel mit seinem 2:4. Offensiv gelang es den Uzwilern zwar ab und zu, Chancen zu kreieren, doch auf eine längere Druckphase der Heimmannschaft warteten die 371 Fans in der Uzehalle vergeblich.

Defensive Schlüssel zum Sieg

Hauptproblem der Untertoggenburger war für einmal die schwache Defensivleistung. Eigentlich müssig zu erklären, dass ein Team mit Schwierigkeiten beim Toreschiessen wenigstens wenige Tore kassieren sollte. Gegen die Pikes gelang dies den Uzwilern jedoch nicht. Zu leicht liess sich die Abwehr von den Oberthurgauern ausspielen. Dem Heimteam muss allerdings zu- gute gehalten werden, dass der Verlauf des Spiels wahrlich nicht zu seinen Gunsten verlief. Bis in die 57. Minute mussten die Uzwiler auf das erste Powerplay warten, während sie bereits vier Mal in Unterzahl agieren mussten. Trainer Bader: «Es gab Situationen, in denen das Spiel auf unsere Seite hätte kippen können. So zum Beispiel nach dem 2:2, wo der Gegner nur wenig später durch einen abgelenkten Schuss nach einem Bully den Siegtreffer erzielen kann.» Am Samstag gibt es für Baders Team in Herisau die nächste Chance, den mit den letzten Punktgewinnen gewonnenen Schwung wieder aufzunehmen.

Uzwil – Pikes 2:4 (0:1, 1:1, 1:2) Uzehalle – 371 Zuschauer – Sr. Meier (Spring, Cavallaro) Tore: 16. Strasser 0:1, 25. Lüthi (Bommeli) 0:2, 32. Hiltebrand (Stüssi) 1:2, 46. Fehlmann (Stoob, Stüssi) 2:2, 48. Pieroni (Kutzbein, Mäder, Ausschluss Scherrer) 2:3, 54. Zeller (Strasser, Schmutz) 2:4. Strafen: 4 mal 2 Min. gegen Uzwil, 1 mal 2 Min. gegen Oberthurgau Uzwil: Sonder; Bischof, Klopfer; Hiltebrand, Stüssi; Hofer, Frenzel; Sturzenegger; Swart, Bucher, Fehlmann; Scherrer, Stoob, Koch; Elsener, Heid, Frei. Oberthurgau: Caduff; Rieser, Stäheli; Berchtold, Hügli; Steffen; Stierli, Kurzbein; Zeller, Schmutz, Strasser; Beer, Gschwend, Müller; Horber, Lüthi, Bommeli; Lattner, Mäder, Pieroni. Bemerkungen: 37. Pfostenschuss Stüssi, 54. Time-Out Uzwil. Uzwil ohne Locher (verletzt).

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