Spiel auf den Kunstrasen verlegt

Der FC Uzwil verlor vor heimischer Kulisse gegen den FC Winkeln unnötig 0:1. Uzwil war das spielbestimmende Team und beklagte drei Aluminiumtreffer. Winkeln nutzte die Gunst der Stunde und markierte den Siegtreffer in den Schlussminuten.

David Metzger
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Fussball. Mit der schnelleren Unterlage des Kunstrasens und dem misslichen Wetter hatten beide Mannschaften ihre liebe Mühe. Mehrmals versprangen den Akteuren einfache Ballannahmen oder Zuspiele zum Mitspieler. So dauerte es eine geschlagene Viertelstunde, bis Uzwil erstmals einen Warnschuss auf das Gästetor abgab. Bättig zielte bei seinem Volleyschuss jedoch direkt auf den Torhüter. Mit dieser Aktion übernahmen die Uzwiler das Spieldiktat.

Mehrere Male wurde Winkeln nun in die Defensive gedrängt, für ein Tor fehlte es aber an der Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Und so musste sich das Team von Vlado Nogic in der ersten Halbzeit trotz besserem Leistungsausweis mit dem Remis begnügen.

Dreimal ans Aluminium

Auch den zweiten Abschnitt begann Uzwil frischer und mit mehr Offensivschwung.

Doch auch ein Lattenschuss von Uzunovic und ein wuchtiger Kopfball von Malinovic brachten den erhofften Führungstreffer nicht. Die Uzwiler, jetzt in ihrer besten Phase, erspielten sich Chancen im Minutentakt. Doch auch Zwinggi und der eingewechselte Obrist trafen, trotz aussichtsreichsten Schusspositionen, nur das Aluminium. Für Trainer Vlado Nogic waren diese Schüsse ans Gehäuse grosses Pech.

«Wenn der Schuss nur fünf Zentimeter tiefer ist, zappelt der Ball im Netz, und wir gewinnen das Spiel. Dieses Verdikt müssen wir aber akzeptieren, so ist eben Fussball. Wir hätten heute auch sonst noch genügend Chancen gehabt, das Spiel zu entscheiden.» Bei den vom Trainer angesprochenen Möglichkeiten war aber der Schlussmann der Gäste jeweils zur Stelle. Mit mirakulösen Paraden hielt Adrian Harder seinen Kasten sauber.

Und als Harder kurz vor Schluss doch bezwungen war, konnten seine Vorderleute den Ball in extremis noch vor der Linie klären.

Mit zwei schnellen Pässen

Und so witterte das defensiv eingestellte Winkeln, das bis zu diesem Zeitpunkt offensiv kaum in Erscheinung trat, in der Nachspielzeit seine Chance. Heusi wurde vom eingewechselten Camur in die Tiefe geschickt. Geschickt nahm er den Ball an und flankte in die Mitte zum freistehenden Grünenfelder.

Ungedeckt von der Uzwiler Verteidigung, hatte dieser keine Mühe mehr, den Ball in die Maschen einzuschieben. Mit zwei schnellen Pässen hatte Winkeln das vollbracht, was Uzwil über die gesamte Spieldauer trotz ausgezeichneter Möglichkeiten verwehrt blieb.

Enttäuschter Trainer

Der Uzwiler Trainer Vlado Nogic zeigte sich kurz nach Spielschluss enttäuscht über die Niederlage.

«Nachdem wir die vielen Möglichkeiten im Sturm ausgelassen haben, war irgendwie klar, dass wir noch ein Gegentor kassieren würden. Es ist meist so, dass man bestraft wird, wenn die eigenen Chancen ungenutzt bleiben. Dies war heute gegen Winkeln der Fall.»

Mit dieser unnötigen Niederlage verpassten es die Uzwiler, den Anschluss an die Spitzengruppe wieder herzustellen und müssen jetzt vorderhand mit einem ungeliebten Platz im Mittelfeld vorlieb nehmen.

FC Uzwil – FC Winkeln 0:1 (0:0) Rüti – 80 Zuschauer – Sr. Milic. Tor: 91. Grünenfelder 0:1. FC Uzwil: Zahner; Barrasa, Malinovic, Kartelo, Blazanovic; Da Re, Uzunovic (72. Susic), Zwinggi, Bylygbashi (36. von Dach); Levi (55. Obrist), Bättig. FC Winkeln: Harder; M. Gort (46. Broger), P. Gort, Häne, Niederer; Hägi, Grünenfelder, Kargel, Roelli (79. Gavrilovic); Rohner (85. Camur), Heusi. Verwarnungen: 64. Häne (Foul), 80. Obrist (Unsportlichkeit), 89. Susic (Foul). Bemerkungen: 52. Lattenschuss Uzunovic, 62. Lattenschuss Zwinggi, 73. Pfostenkopfball Obrist.