Spezieller musikalischer Nord-Süd-Dialog

Workshop, Kulinarisches und Musikalisches: Der Samstag stand im Kulturpunkt ganz im Zeichen Afrikas. Aber auch des Kontrabasses, der Bassklarinette und des Sopransaxophons – Instrumente, welche die Reise auf die übrigen Kontinente begleiteten.

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Nach kurzer Probe spielten die Musiker als Quintett zusammen. (Bild: Franz Fischli)

Nach kurzer Probe spielten die Musiker als Quintett zusammen. (Bild: Franz Fischli)

FLAWIL. Einem heimischen Publikum Musik näherzubringen, die kontinentale Grenzen überwindet, ist fester Bestandteil des Kulturpunkt-Konzepts. Ganz in diesem Zeichen stand am Samstag das «Little Africa Festival». Es begann mit Workshops zu den afrikanischen Instrumenten Djembe und Kora, setzte sich mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Äthiopien und Eritrea fort, um am Abend in einen Rausch von Tönen und Melodien zu münden. Der senegalesische Koraspieler Moussa Cissokho präsentierte dem Publikum die grosse Bandbreite seines Repertoires und Einfühlungsvermögens.

Mittlerweile bekannt ist Cissokhos Zusammenarbeit mit der Cellistin Hanna Hässig aus Winterthur. Doch für den Auftritt in Flawil erweiterte er das Duo um drei weitere Musiker. Mit subtil unterstützender Rhythmusbegleitung akzentuierte der Zürcher Perkussionist Andi Pupato die Stücke, während im Hintergrund der Kontrabassist Andreas Ammann aus der Gegend von Feldkirch mit den Klängen seines fünfsaitigen, rund 100jährigen Basses einen soliden Klangboden beisteuerte. Jan Galega Brönnimann aus Bern schliesslich bereicherte die musikalischen Reisen zwischen den Kontinenten mit den Klängen der Bassklarinette und des Sopransaxophons. Als Quintett spielten die drei letztgenannten Musiker übrigens im KulturPunkt zum ersten Mal mit Moussa und Hanna vor Publikum zusammen. (ff)