SPATENSTICHE: Zuwachs im Grünen

Die Region Wil wächst. Und es geht munter weiter. Auch im Wiler Umland wird fleissig gebaggert und gebaut. Diese Woche wurden in Lütisburg und Busswil symbolische Spatenstiche durchgeführt. Im Sirnacher Ortsteil kommt der Weidbach ans Tageslicht.

Christoph Heer/Simon Dudle
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41 Miet- und Eigentumswohnungen sind vor den Toren Wils in Busswil geplant, samt Offenlegung des Weidbachs. Visualisierungen: PD

41 Miet- und Eigentumswohnungen sind vor den Toren Wils in Busswil geplant, samt Offenlegung des Weidbachs. Visualisierungen: PD

Christoph Heer/Simon Dudle

redaktion@wilerzeitung.ch

Schon über 115000 Einwohner zählte die Region Wil Ende des vergangenen Jahres. Das sind um über 9000 mehr als noch vor sechs Jahren. Die Hinterthurgauer Gemeinden sind prozentual stärker gewachsen als die St. Galler. Ein Ende das Wachstums ist vorderhand noch nicht in Sicht, wie zwei Bauprojekte vor den Toren Wils untermauern.

Fünf neue Mehrfamilienhäuser werden in Busswil errichtet. In den kommenden zwei Jahren entsteht östlich der Hauptstrasse die Siedlung «Am Weidbach». Diese Woche fand der symbolische Spatenstich statt – mit einem Bagger und sechs Schaufeln. Auf einer Fläche von rund 7000 Quadratmetern entstehen fünf moderne Mehrfamilienhäuser. Das Überbauungsprojekt wird gemeinsam von der Schwyn Immobilien AG und der Ed. Vetter AG geplant und finanziert. «Das Investitionsvolumen beträgt hierfür rund 28 Millionen Franken», sagt Urs Vetter, Geschäftsleitungsmitglied der Vetter AG.

Der Bach spielt eine grosse Rolle

Ideen zu diesem Projekt bestehen schon seit sechs Jahren. 2011 haben sich die beiden Unternehmen zusammengetan und mit der Planung der neuen Siedlung mit 41 Miet- und Eigentumswohnungen begonnen. Urs Vetter betont, dass man hier an einer herrlichen Wohnlage baue. «Tolle Busanbindungen, direkter Blick auf den Ägelsee und angeschlossen an ein Naherholungsgebiet. Diese Zweieinhalb- bis Fünfeinhalbzimmerwohnungen werden echte Bijous.»

Unterhalb der zu überbauenden Wiese fliesst der Weidbach. Er wird ans Tageslicht gebracht und spielt im Überbauungsprojekt eine tragende Rolle. Mit seiner Offenlegung versucht man der idyllischen Umgebung gerecht zu werden. Dazu wurde das Bächlein auch in das Siedlungskonzept eingebaut. Ganz so einfach wird das Unterfangen aber nicht. Die Baufirma wird vor grosse Hürden gestellt. Urs Vetter sagt denn auch, dass der Baugrund schwierig sein wird. Weit über 500 Pfähle werden für eine sichere Basis von Tiefgaragen und Wohnraum sorgen. «Das Bächlein wird offengelegt und in die Umgebung integriert, so werden wir für die künftige Bewohnerschaft einen naturnahen Lebensraum erstellen können.»

Urs Vetters Vorfreude auf den Baubeginn ist offensichtlich. Zudem betont er die funktionierende Zusammenarbeit mit Marianne und Hans Schwyn, den beiden Landbesitzern. Die Region soll idyllisch und naturnah bleiben, auch wenn dereinst Familien, Paare oder Singles in den fünf Mehrfamilienhäusern wohnen.

Mit guter Aussicht und trotzdem stadtnah

Lütisburg hat zwar nur rund 1500 Einwohner. Sie ist aber jene Gemeinde im Kanton St. Gallen, die im letzten Jahr prozentual am stärksten gewachsen ist: um über sechs Prozent. Der Zustrom könnte anhalten. Denn diese Woche fand unterhalb der Strasse nach Tufertschwil der symbolische Spatenstich für das erste von fünf Einfamilienhäusern im Quartier Hofwies statt. Die zu bebauende Gesamtfläche beträgt gut 2400 Quadratmeter. Das Bauvolumen wird mit gut einer Millionen Franken pro Haus angegeben. Errichtet werden lauter 5,5-Zimmer-Einfamilienhäuser. Bauherr ist die Gebrüder Mahler AG in Niederuzwil.

Genau wie bei der Überbauung in Busswil werden auch hier die Vorteile eines Hauses in der Agglomeration in den Vordergrund gerückt: schöne Aussicht und gute Erreichbarkeit der Zentren Wil, St. Gallen und Wattwil.

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