Spassbremse Corona gelöst: Niederbürer proben mit Warm-Up für's Open Air 2021

Der Verein Schlagerfreunde Niederbüren gibt es erst seit wenigen Monaten. Doch in dieser Zeit hat, der noch kleine Verein, schon vieles erlebt. Aus ihrem ersten grossen Anlass, dem Open Air, wurde coronabedingt ein «kleines», dafür feines Warm Up.

Christoph Heer
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An der Warm-up-Party konnte wieder einmal gefeiert werden. Die Hauptprobe für das Open Air 2021 ist gelungen.

An der Warm-up-Party konnte wieder einmal gefeiert werden. Die Hauptprobe für das Open Air 2021 ist gelungen.

Bild: Christoph Heer

«Leider müssen auch wir aufgrund der Coronapandemie Abstriche machen. Infolge der Personenbeschränkung auf momentan 300 Personen wird ein reduziertes Programm stattfinden.» Was der Verein Schlagerfreunde Niederbüren, mit ihren aktuell sieben Mitgliedern, davon fünf im Vorstand, im Vorfeld mitgeteilt hatte, galt schon als kleine Spassbremse. Schliesslich hatten sich Hunderte Partyfreunde auf die Premiere des lokalen Open Airs gefreut. Nichtsdestotrotz, die Verantwortlichen steckten den Kopf zu keiner Zeit in den Sand und überlegten sich kurzerhand ein Alternativprogramm.

Umso grösser die Vorfreude

Wenn man das Positive aus dieser ganzen Vorgeschichte herausheben will, so bleibt einem nun die Gewissheit, dass das ganze Partyprozedere funktioniert. Das zweitägige Warm-up darf als gelungen bezeichnet werden und macht nun somit noch mehr Lust auf das «richtige» Open Air im kommenden Jahr. Am Freitagabend – bei kostenlosem Eintritt – stand die österreichische Partyband Zündstoff auf der Bühne. Am Samstag machten es ihnen Michelle Ryser, die Bodäständigä und die Pläuschler gleich.

Am Freitagabend spielte das Partyduo «Zündstoff» aus Österreich.

Am Freitagabend spielte das Partyduo «Zündstoff» aus Österreich.

Augenscheinlich genossen die Anwesenden die Festivitäten. Auf Nachfrage tönte es ausnahmslos gleich. «Endlich wieder einmal Tanzen», «es wurde Zeit, dass wieder einmal ein Fest stattfindet», oder «wie haben wir das vermisst» waren Statements von Besuchern. Passend zeigte sich auch das Festivalgelände an der Wältishusstrasse. Wenn es in einem Jahr auch trocken ist, steht einem ersten «richtigen» Niederbürer Open Air nichts mehr im Weg – dann aber, so hoffen die Organisatoren, mit einer Besucherzahl im vierstelligen Bereich.


Mathias Ramseier, OK-Präsident

Mathias Ramseier, OK-Präsident

OK-Präsident Mathias Ramseier:
«Wir hätten viel Zeit und Geld verloren»

Das Niederbürer Open Air fand im kleineren Rahmen und als Warm-up statt. Trotzdem waren es rund 80 Helferinnen und Helfer, die für eine tadellose Durchführung verantwortlich waren.


Mathias Ramseier, warum hat man auf die Karte «Warm-up» gesetzt und nicht einfach ein Jahr zugewartet?

 Eine totale Absage stand für den Verein Schlagerfreunde Niederbüren nie im Raum. Wir hätten enorm viel investierte Zeit und bereits eingesetztes Geld verloren.

Welche Auflagen mussten coronabedingt erfüllt werden?

Am Eingang mussten alle Besucherinnen und Besucher ihre Personalien, für eine mögliche Rückverfolgung, angeben. Des Weiteren hatten wir zahlreiche Stationen mit Handdesinfektionsmittel sowie zusätzliche WC-Anlagen aufgestellt. Ebenso achteten wir akribisch darauf, dass am Freitag nicht mehr als 300 Personen auf dem Areal sind, am Samstag, bei angepasster Infrastruktur, 600 Personen. Für das Einhalten der Abstände pochten wir auf Selbstdisziplin.

Welches ist das Zielpublikum des Open Airs 2021?

Grundsätzlich jedermann, der Freude an Schlager hat, Jung und Alt. In erster Linie aber unsere Dorfbevölkerung.

Die Dankesworte gehen an?

Ganz sicher an die Gemeindebehörde. Sie sorgte dafür, dass unser Schutzkonzept bewilligt und der Anlass überhaupt möglich wurde. Aber auch an die Landbesitzer, die 80 Helfer (ein Grossteil stammt aus der Landjugend Gossau), die Musikanten und Besucher: Danke.