Spannung im Wiler Wahlkampf steigt

Gestern abend um 17 Uhr ist die Frist zur Einreichung der Kandidaturen für den Stadtrat und das Stadtpräsidium in Wil abgelaufen. Auch im zweiten Wahlgang kommt es zu Kampfwahlen.

Hans Suter
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WIL. Um das Stadtpräsidium bewerben sich Armin Eugster und Susanne Hartmann, die Tochter des ehemaligen Wiler Stadtpräsidenten Josef Hartmann. Beide gehören der CVP an. Armin Eugster ist der offizielle Kandidat der CVP, Susanne Hartmann kandidiert wild. Im ersten Wahlgang indes erreichte sie 20 Stimmen mehr als Armin Eugster. Doch nun werden die Karten neu gemischt.

Neue Ausgangslage

Wahlarithmetisch hat sich die Ausgangslage verändert. Marianne Mettler (SP) verzichtet auf den zweiten Wahlgang. Ein beachtlicher Teil ihrer Stimmen dürfte in Richtung Susanne Hartmann fliessen. Während Marianne Mettler persönlich Susanne Hartmann empfiehlt, hält sich die SP noch bedeckt, ob und wen sie empfehlen will. Laut Kilian Meyer ist der Entscheid zwar gefallen, wird aus strategischen Gründen aber erst nächste oder übernächste Woche bekanntgegeben. Für einen Paukenschlag hat die FDP gesorgt: Daniel Meili (FDP) kandidiert neu für den Stadtrat und soll den Sitz des gestolperten FDP-Stadtrats Andreas Widmer verteidigen. Im ersten Wahlgang um das Stadtpräsidium erzielte er fast 1600 Stimmen. Es ist davon auszugehen, dass seine Wählerschaft eher auf der Seite von Armin Eugster steht. Die Kandidierenden dürften somit intensiv mit dem Schmieden neuer Allianzen beschäftigt sein. Das bestätigt auch ein Blick auf die Situation bei den Kampfwahlen für den Stadtrat.

Zwei Sitze, vier Kandidaten

Zwei Sitze im Stadtrat sind frei. Um diese kämpfen Dario Sulzer (SP), der den bisherigen SP-Sitz von Nationalrätin Barbara Gysi verteidigen möchte, Daniel Meili (FDP), Michael Sarbach (Grüne Prowil) und Mario Schmitt (SVP). Im Hintergrund dürften bereits Gespräche um gegenseitige Unterstützung geführt werden.