Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Der Flawilerin Jasmin Kuch gelingt der Spagat zwischen Sport und Lehre

Volleyball, Beachvolleyball und eine KV-Ausbildung in Flawil: Jasmin Kuch startet in vielen Bereichen durch.
Beat Lanzendorfer
Jasmin Kuch (links) und Anouk Erni sind bereit für Höhenflüge. Die beiden bestreiten im Sommer zehn bis zwölf Beachvolleyballturniere und möchten sich für das Finalturnier qualifizieren.Bild: Beat Lanzendorfer

Jasmin Kuch (links) und Anouk Erni sind bereit für Höhenflüge. Die beiden bestreiten im Sommer zehn bis zwölf Beachvolleyballturniere und möchten sich für das Finalturnier qualifizieren.Bild: Beat Lanzendorfer

Mit ihrer Grösse von 1,84 Metern überragt die 17-jährige Jasmin Kuch viele ihrer Mitmenschen. Von oben herab kommt das Nachwuchstalent von Volley Toggenburg aber keineswegs daher. Sie steht mitten im Leben und hat sich ganz dem Volleyball verschrieben.

Dabei ist es gar noch nicht lange her, seit sie erstmals einen Volleyball in Händen hielt. Vor fünf Jahren bei Volley Uzwil begonnen, ist sie danach förmlich durchgestartet. Nach drei Jahren bei ihrem Stammverein wechselt sie auf die Saison 2017/18 zu Volley Toggenburg, wo sie die 4.-Liga-Mannschaft und das 1.-Liga-Team verstärkt. Die abgelaufene Spielzeit beginnt sie in der 1. und 3. Liga und kommt am Schluss zu einigen Einsätzen in der Nationalliga B. Noch nicht 17-jährig, ist sie bereits Teil einer Mannschaft, welcher der Aufstieg in die Nationalliga A gelingt.

Lehre auf der Flawiler Gemeindeverwaltung

Mit einer Doppellizenz ausgestattet, erreicht sie ausserdem mit dem VBC Aadorf an den U19-Schweizer-Meisterschaften den fünften Platz. Es versteht sich von selbst, dass die junge Sportlerin auch beim Verband nicht unentdeckt bleibt. Zwei Jahre ist sie Mitglied der U16-Jugend-Nationalmannschaft und Teilnehmerin internationaler Turniere in Italien, Portugal und Rumänien.

Das rote Trikot mit dem weissen Kreuz will sie auch in Zukunft tragen. Im kommenden Dezember möchte sie sich in den Selektionswettkämpfen für die Juniorinnen-Nationalmannschaft aufdrängen. Nebst ihren ehrgeizigen Zielen im Sport hat sich das Volleyballtalent auch im Beruf ein hartes Pensum auferlegt. Zurzeit absolviert sie auf der Gemeindeverwaltung in Flawil die kaufmännische Lehre. Die Schule besucht sie am Berufs- und Weiterbildungszentrum Wil-Uzwil (BZWU). Wie bringt sie dies alles unter einen Hut? «Ich habe einen sehr grosszügigen Arbeitgeber, der mir die Einsätze in der Jugendnationalmannschaft sehr wohlwollend ermöglicht», sagt Jasmin Kuch. Und weiter: «Auch das BZWU ist immer um Lösungen bemüht, wie ich verpassten Stoff erarbeiten und dennoch abschliessen kann.»

Bewusster Entscheid gegen Talentschule

Dank dieser beiden Ausbildungsstätten ist es Jasmin Kuch überhaupt möglich, Spitzensport zu betreiben. Sie hat sich bewusst für diesen Weg der Ausbildung und nicht für jenen in einer Talentschule entschieden.

«Es ist zwar aufwendiger und der Erfolg stellt sich möglicherweise etwas später ein, langfristig bin ich aber vom eingeschlagenen Weg überzeugt.»

Dieser ist auch so noch happig genug. Er beinhaltet fünf wöchentliche Trainings, wobei bald ein sechstes hinzukommt, das als Vorbereitung zur Nationalliga-A-Saison dienen soll.

Volley Toggenburg fördert den Nachwuchs

Hinter dieser Lösung steht auch Marcel Erni, Trainer von Volley Toggenburg.

«Junge Spielerinnen haben bei uns schon immer die Chance erhalten, früh mit den Arrivierten zu trainieren und ohne grossen Druck in höheren Ligen zu spielen. Wir möchten unseren Nachwuchs an ein gutes Niveau heranführen, indem wir ihm Vertrauen schenken.»

Das seit Jahren angewendete Konzept scheint bei Jasmin Kuch das richtige zu sein. Die Vorbereitung zu der im kommenden Oktober beginnenden Meisterschaft hat bereits begonnen.

Vorerst setzt die Athletin, die ihre Stärken in der Mitteposition hat und mit einer guten Sprungkraft ausgerüstet ist, andere Prioritäten. Wer kann es ihr bei diesen Temperaturen verdenken. Mit ihrer Vereinskollegin Anouk Erni wird sie im Sommer an zehn bis zwölf Beachvolleyballturnieren teilnehmen. Kommen genügend Punkte zusammen, qualifizieren sich die beiden Wattwilerinnen für das Schlussturnier der Schweizer Meisterschaften. Auch dann, wenn andere in den Ferien weilen, denkt Jasmin Kuch also nicht daran, den Volleyball in die Ecke zu legen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.