SP will die «rechtsbürgerliche Mehrheit» brechen

Vorgestern bei den Ortsparteien in Oberuzwil, gestern an der Nominationsversammlung der Kantonalpartei in St. Gallen: Rebekka Wyler, Co-Generalsekretärin der SP Schweiz, ist auf Wahlkampftour.

Andrea Häusler
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SP-Co-Generalsekretärin Rebekka Wyler rührte in Oberuzwil die Werbetrommel für die National- und Ständeratswahlen. (Bild: Andrea Häusler)

SP-Co-Generalsekretärin Rebekka Wyler rührte in Oberuzwil die Werbetrommel für die National- und Ständeratswahlen. (Bild: Andrea Häusler)

Vor Jahresfrist hat die 40-Jährige ihre Tätigkeit im Zentralsekretariat der SP Schweiz in Bern aufgenommen. Seither prägt ein zentrales Thema ihren Arbeitsalltag: Die Vorbereitung auf die National- und Ständeratswahlen vom 20. Oktober. Wie weit diese inzwischen gediehen sind, erläuterte die gebürtige Zürcherin mit Wohnsitz in Erstfeld an der Neujahrsbegrüssung der SP-Ortsparteien Uzwil, Oberuzwil und Jonschwil-Schwarzenbach vom Donnerstagabend.

Dreissig Genossinnen und Genossen hatte Oberuzwils Parteipräsident Roland Bischof zum Empfang im «La Case del Gusto» erwartet, knapp zwanzig waren erschienen. Bischof scherzte seine leise Enttäuschung weg. Auch jene darüber, dass er ohne seine beiden Amtskollegen auf das angebrochene (Wahl-)Jahr 2019 anstossen musste.

27 der 28 Kantonalparteien besucht

Rebekka Wyler hat ihre Tour de Suisse inzwischen nahezu abgeschlossen. 27 Kantonalparteien habe sie besucht. Nur jene von Glarus fehle noch, sagte sie. Ihre Botschaft ist das erklärte Ziel der SP Schweiz im Wahljahr 2019: Die mit 101 Sitzen im Nationalrat vertretene rechtsbürgerliche Mehrheit brechen. Zwar könnten sich FDP und SVP nicht immer einigen und somit durchsetzen. Dennoch sei der Erfolg linker Anliegen und damit einer Politik, die nicht primär die Reichen reicher mache, entscheidend von der Zahl der Stimmen in der grossen Kammer abhängig.

Wyler wies in dem Zusammenhang auf die Nominationsversammlung der Kantonalpartei von gestern Abend hin. Und auf die Bewerbungen aus dem Wahlkreis Wil: Barbara Gysi (bisher), Kantonsrat Dario Sulzer und Stadtparlamentarier Arber Bullakaj. Der Wahlausschuss werde sich im Februar erstmals treffen, ergänzte Roland Bischof und informierte gleichzeitig darüber, dass der Wiler Felix Schönenberger den langjährigen Präsidenten des Ausschusses, Werner Dintheer aus Uzwil ersetzen werde.

Zahlbare Krankenkassenprämien

Mehr SP-Sitze im Nationalrat setzte Rebekka Wyler gleich mit mehr Gerechtigkeit und Solidarität. Entsprechend seien die Wahlkampf-Schwerpunkte gesetzt worden: «Arbeit und Ausbildung für alle», «Gleichstellung der Frau», «Kampf gegen die Klimaerwärmung» sowie «Massnahmen gegen die steigenden Krankenkassenprämien». Letztere seien bereits eingeleitet worden. «Wir bereiten eine Initiative vor, die verlangt, dass die Prämien zehn Prozent des Einkommens nicht übersteigen», sagte Rebekka Wyler.